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e) Die Schweiz zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
Die Schweiz nahm während des Dreißigjährigen Kriegesim allgemeinen eine neutrale Stellung ein; nur gestattetesie Soldwerbnngen. So zogen Jünglinge aus den Wald-stätten unter die Fahnen Wallensteins, die Berner und Zürcherdagegen ins Lager der Schweden.
1. Zwei Gefahren. Nur zweimal bestand auch für dieSchweiz eine größere Gefahr, in den Krieg verwickelt zuwerden. Im Jahre 1632 wurde nämlich eine Schar Berner,die den Mtthlhausern zu Hilfe ziehen wollten, in der Klusbei Balsthal von den Solothurnern überfallen und zum Teilniedergemacht. Das reizte die protestantischen Miteidgenossen.Im Jahre 1633 ließ der zürcherifche Befehlshaber KilianKesselring den schwedischen General Horn bei Stein denRhein überschreiten und auf thurganischem Boden vordringen,um die Stadt Konstanz zu belagern. Dadurch wurden dieKatholiken aufgebracht. Doch gelang glücklicherweise denunbeteiligten Stünden, in beiden Fällen den Frieden wiederherbeizuführen.
2. Graubünden. Dagegen war Granbünden um dieseZeit der Schauplatz gewaltiger Erregung und blutiger Kämpfe.Der „Grund lag in der Bedeutung seiner Pässe einerseitsfür Österreich und Spanien, andrerseits für Frankreich. Beidegroßen europäischen kriegführenden Parteien warben mitwechselndem Glücke um die Gunst der Graubündner. Dabeiherrschte die Zwietracht im Lande selbst. Die Katholikenunter Führung der Familie von Planta standen auf Seiteder Österreicher; die Reformierten dagegen, an ihrer Spitzedie Familie von Salis, vertraten die Interessen Frank-reichs. Häufig wurden sogar gegenseitig die blutigsten Straf-gerichte ausgeführt. (Veltliner Mord; Georg Jenatsch.)
3. Der westfälische Friede. Beim westfälischen Frie-densabschlusse war die Schweiz für die reformierten Kantonevertreten durch den Basier Bürgermeister Rudolf Wett-stein; für die Katholiken arbeitete der Urner SebastianZwirr.
Die Hauptsache war, daß die Unabhängigkeit der Schweizvom Deutschen Reiche, wie sie bereits aus dem Schwaben-
Welt- und Schweizergesch. II, 3