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2. Zakob II. und Wilhelm III. Jakob II. (1685 bis1688) widerrief die Testakte und verf achte den Katholikenwieder gleiche Rechte mit den Protestanten zu geben.^ Dariefen diese dessen Schwiegersohn, Wilhelm III., den Statt-halter der Niederlande, zu Hülfe, und schon 1688 erschiener mit einem niederländischen Heere an der englischen Küste.Jakob flüchtete nach Frankreich, und Wilhelm wurde alsKönig anerkannt (1688—1702).
5. Aas Kmporökühen Frankreichs.
( 1598 — 1715 .)
Ein besseres Schicksal als den übrigen Staaten Europaswar seit dem Erlasse des Ediktes von Nantes (1598)Frankreich beschieden. Denn kaum war durch diesen Erlaßdie Ruhe des Landes hergestellt, als Handel und Indu-strie daselbst zur höchsten Blüte gelangten.
a) Heinrich IV. und Ludwig XIII.
( 1589 — 1643 .)
1. Heinrich IV. (1589—1610.) Heinrich IV. fördertenach Kräften den Ackerbau. „Nicht eher werde ich ru-bcn," sagte er, „als bis des Sonntags jeder Bauer einHuhn im Topfe hat." Die Steuern wurden gemildert, Fabrikenerrichtet, Straßen und Kanäle erbaut, die Zölle erleichtert.Zudem hatte der König in Sully einen überaus tüchtigenMinister zur Seite. Aber auch die Pläne Franz I. nahmHeinrich wieder auf, nämlich das Haus Habsburg zuschwächen. Neue Bündnisse waren bereits eingeleitet. Dawurde er 1610 von einem Geisteskranken, Namens Ravaillac,auf einer Fahrt nach Paris ermordet.
2. Ludwig XIII. (1610—1643.) Ludwig XIII. selbstwar unfähig und thatenlos. Doch hatte auch er das Glück,einen Minister zu haben, der besser zu regieren verstand,als er. Es war Kardinal Richelieu. Diesem wagte nie-mand zu widerstehen. Er aber betrachtete den König alsunumschränkten Herrn und hob darum auch jedes entgegen-stehende Recht auf. So hatten sich 1614 die Reichsständezum letztenmale vor dem Ausbruche versammelt, um über
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