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2. Ludwigs Kriege. Den Hauptteil der RegierungLudwigs beanspruchten seine Kriege, deren einziger Zweckeben wiederum die Vergrößerung seiner Ntacht und seinesGlanzes war. Versailles sollte eben in jeder Beziehung dererste Hos der Welt werden. 1668
Die wichtigsten dieser Kriege sind:
a) Der belgische Krieg. (1666—1668.) Belgien gehörtedamals noch zu Spanien. Da starb König Philipp IV.von Spanien. Ludwig aber war ihm verwandt gewesen.Erbansprüche vorschützend, siel er in Belgien ein. Freilichstanden ihm diesmal noch drei Mächte: Holland, Schwedenund England mit Belgien verbündet, gegenüber. Doch er-hielt er im Frieden zu Aachen 1668 immerhin 12 sestePlatze mit Lille von den Niederlanden zugesprochen.
b) Der holländische Krieg. (1672—1679.) Bald gelanges Ludwig, die Bundesgenossen zu trennen und so Hollandallein anzugreifen. Da ließ Wilhelm III. von Dr anten,der spätere König von England, bei Amsterdam die Dünen(Rheindämme) durchstechen. So wurde das Tiefland unterWasser gesetzt, und Frankreichs Heer mußte sich zurückziehen.
Die Schweden aber, die jetzt für Ludwig kämpften,besiegte bei Fehrbellin unweit Berlin (1675) KurfürstFriedrich Wilhelm von Brandenburg, der mit KaiserLeopold I. (1657—1705), dem Nachfolger Ferdinands III.,sich auf die Seite der Holländer gestellt hatte. Trotzdemerlangte Ludwig im Frieden zu Nymwegen (1678) neue 1678Vorteile, indem ihm abermals einige feste Plätze in denNiederlanden nebst der Franche Comte, die bis jetzt zuBurgund gehört hatte, und die Stadt Freiburg im Breis-gau zugesprochen wurden.
e) Die Reunionen oder Raubkriege. (1689.) Anlaß zu ,686diesen Kriegen gab eine ungenaue Bestimmung des westfälischenFriedens, nach welcher Elsaß-Lothringen au Frankreich kammitsamt den von diesen abhängigen Besitztümern. Es warnämlich nicht gesagt, wie weit diese Abhängigkeit sich erstrecke,tlnd so kannte Ludwigs Begehrlichkeit keine Grenzen mehr.
In diesen Kriegen eroberte er Straßbnrg.
Jetzt stand Ludwig auf dem Gipfel seiner Macht. Dahob er auch das Edikt von Nantes auf, 1685; denn 1685seinem Herrschergciste widerstrebte es, in seinem Lande noch