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Zweiter Teil. Die neuere und neueste Zeit.
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Endlich schieden sich auch in den Städten, wie z. B.Bern, Freiburg, Solothurn und Luzern, selbst wieder ganzeFamilien als vornehme Patrizier von den gemeinen Bür-gern aus, uni alle Herrschaft für sich allein zu beanspruchen.Aus ihren Reihen wurden die Landvögte genommen, sie be-setzten die höhern Offiziersstellen, in ihre Hände flössen diereichen Pensionen fremder Fürsten.

2. Die ersten Unruhen. So erhob sich schon 1641 dasBernervolk gegen eine von der Obrigkeit eigenmächtigangesetzte Steuer. 1646 brachen ähnliche Unruhen im Kan-ton Zürich aus und zwar besonders im Kyburger-Amt undin Wädensweil.

3. Der eigentliche Bauernkrieg. Der eigentliche Banern-1853 krieg aber begann im Jahre 1653 im Entlebuch. Hier

nämlich war die Not des Volkes inzwischen auf das Höchstegestiegen. Da sandte es Boten nach Luzern, um mit derRegierung zu unterhandeln. Doch schnöde wurden diese zu-rückgewiesen, worauf ein Entlebucher bemerkte: „Ja. ihr seidvon Gott, wenn ihr das Rechte thut, aber vom Teufel, wennihr das Unrechte thut."

Darauf versammelten sich die Entlebucher zu Wolhusenund schloffen zur Wahrung ihrer Rechte einen Bund gegendie Regierung. Da legte sich die Tagsatzung ins Mittelund stellte den Frieden wieder her.

Doch bald sahen sich die Bauern in ihren Erwartungengetäuscht und erhoben sich deshalb zum zweitenmale. Jetztaber wurde auch das benachbarte Emmenthal, sowie Aargau,Solothurn und Basel davon ergriffen und es kam zum Bundevon Huttwil. An der Spitze stand der Bauer NikolausLenenberger von Emmenthal. Nochmals sandten sie Ab-geordnete an die Regierungen; leider abermals umsonst.

Da griffen sie 20.000 Mann stark zu den Waffen, dieBerner unter Lenenberger, die Luzerner aber unterChristian Schibi von Escholzmatt im Entlebuch. Die Tag-satzung sandte ihnen den General Konrad Werdmülleraus Zürich mit 9000 Mann und vielem Geschütz, das jenenmangelte, entgegen.

Dieser besiegte sie am 3. Juni bei Wohleuswil, nörd-lich von Muri. Zwei Tage später erlitten die Luzerner einezweite Niederlage bei Gislikou durch den Urner Sebastian