Band 
Zweiter Teil. Die neuere und neueste Zeit.
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3 tu irr und wieder drei Tage später erlagen endlich auchnoch die Berner vollständig dem General Sigmund vonE r l a ch.

4 . Der Allsgang. Damit war der Bauernkrieg been-digt und die Sieger schritten zur Strafe. In Zofingen(Kt. Aargau) trat ein eidgenössisches Kriegsgericht zusammen.Zu Hunderten mußten den Tod erleiden durch Enthauptungoder Rädern. Christian Schibi wurde auf die Folter ge-spannt, dann wurden seine Glieder auseinander gerissen undendlich fiel sein Haupt unter dem Henkerbeile. Noch schreck-licher wurde Leuenberger gemartert.

Das Gesamtlos der Bauernschaft aber war nach all denNiederlagen und der gewaltsamen Unterdrückung noch schlim-mer und unerträglicher als zuvor, wie das ja auch 1525bei dem großen Bauernkriege in Deutschland der Fall ge-wesen war.

e) Die neuen religiösen Dwistigkeiten.

( 1656 — 1712 .)

Gegenüber den Bauern hatten sich die kantonalen Re-gierungen beider schweizerischen Konfessionen, Reformierteund Katholiken, vereinigt. Kaum aber waren diese geschla-gen, als schon wieder religiöse Streitigkeiten dieselben ent-zweiten.

1. Der Arther oder erste Villmergerkrieg. So hattesich in Arth am Zugersee insgeheim eine protestantische Ge-nossenschaft gebildet, mit der Familie Hospenthal an derSpitze. Da wurde sie entdeckt und nach dem auch für dieSchweiz geltenden Grundsätze: „Wer Herr über das Landist, der ist es auch über die Religion," schritt das katholischeSchwyz gegen dieselbe ein. Jene aber floh nach Zürich.Schwyz forderte ihre Auslieferung und zog ihre Güter ein.

Da erklärte Zürich den Schwyzern den Krieg, in derHoffnung, bei dieser Gelegenheit zugleich die Scharte von1531 auszuwetzen. Es war im Jahre 1656. Zu Zürichhielt Bern; doch umsonst!

Die Zürcher zersplitterten ihre Streitkrüfte. RudolfWerdmüller belagerte Rapperswil, um den katholischen Kan-tonen die Zufuhr von Salz, Getreide u. s. w. abzuschneiden.

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