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In demselben aber erhielten Zürich und Bern Anteil anden gemeinen Landvogteien der fünf Orte. Die Herrschaftüber das Toggenburg dagegen wurde an den Abt von St.Gallen zurückgegeben, immerhin unter gewisfen Vorrechtenund Freiheiten für dasselbe.
Doch so lange Fürstabt Leodegar lebte, stimmte er demFrieden mit den Toggenburgern nie bei, so daß die volleRuhe daselbst erst mit seinem Tode (1718) unter seinem Nach-folger, Abt Joseph von Rudolfis, wiederkehrte.
7. Aufschwung Rußlands. — Sinke« der schwedischenMacht.H'eter der Große. — Karl XII.
Über Rußland nahm die Völkerwanderung aus demInnern Asiens gegen den Westen hin ihren Anfang. Vonda bis gegen Ende des 17. Jahrhunderts wußte man vondiesem Lande höchst wenig, da es mehr einen asiatischen alseuropäischen Charakter trug und bis 1480 unter der Herr-schaft der Mongolen stand.
Trotzdem erhob es schon Peter der Große (1689—1725)zur europäischen Großmacht.
1. Peters Erziehung. Peter wurde 1672 in Moskaugeboren. Ein Europäer aber, Namens Lefort aus Genf,war sein Erzieher. Dieser machte ihn mit der Kultur desAbendlandes bekannt, erzählte ihm von abendländischen Sit-ten und Gebräuchen, von Schulen und feiner Bildung, vonHandel und Gewerbe. Das weckte den Geist und die Lern-begierde des jungen Prinzen. Auf den russischen Thron kam
1689 Peter im Jahre 1689.
2. Die Reise nach dem Westen. Da unternahm er imachten Jahre seiner Regierung selbst eine Reise nach Nord-deutschland, Brandenburg, Holland und England, lernte inHolland den Schiffbau kennen und bewunderte in Englanddie großartige Handelsflotte. Ja, da er nicht als Zar oderKaiser reiste, sondern als ein gewöhnlicher Edelmann, ließer sich in Antwerpen auch selbst für den Schiffbau anwerbenund diente als Zimmermann. (Vergl. die Oper: Zar undZimmermann.) Auch gefiel ihm, daß Wilhelm lll. in Eng-land nicht bloß König, sondern auch zugleich das Oberhauptder Kirche war.