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Zweiter Teil. Die neuere und neueste Zeit.
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gleich den deutschen Nachbarstaaten in eine konstitutionelleMonarchie umwandelte und Ungarn seine Freiheit und Selbst-ftändigkeit gewährte. Dieses anerkannte demnach FranzJoseph nur als König von Ungarn, hatte aber daneben seineigenes Parlament, seine eigenen Minister und seinen eigenenReichstag.

d) Italien.

1. Die Carbonari. In Italien strebte kurz nach denWiener Verträgen ein Geheimbund, die sogenannten Carbo-nari, ebenfalls nach größerer Freiheit. Doch wurden mitHilfe Österreichs auch diese unterdrückt.

2. Lombardei und Benetien. Im Jahre 1848 suchten is-i8vorab die Lombardei und Venetien das österreichische Jochabzuschütteln, wurden aber wieder unterworfen.

3. Mazzini und Garibaldi. Nicht besser erging eswenigstens für diesmal noch den beiden „Freiheitshelden"Mazzini und Garibaldi, die an Stelle des Kirchenstaatesdie alte römische Republik setzen wollten. Mit Hilfe Frank-reichs wurde auch dieser Anprall noch einmal zurückgewiesen.

4. Das Königreich Italien. Doch führte derselbe Na-poleon III., der jetzt dem Papste noch Hilfe zugesagt hatte,schon 1859, wie wir gehört haben, an der Seite Viktor 1859Emannels wieder ein Heer daselbst gegen Österreich, um ihmwenigstens die Lombardei und Venetien zu entreißen. That-sächlich brachte er Österreich auch um die Lombardei, wenn

es auch Venetien noch bis zum Präger Frieden (1866) 311behalten vermochte.

Bald darauf aber eroberte Garibaldi für Viktor Ema-nnel auch noch Sizilien und Neapel. So wurde am 13. Fe-bruar 1861 an Stelle der verschiedenen Staaten das König-reich Italien gesetzt und Viktor Emanuel als König vonItalien ausgerufen. Nur Rom und Venetien fehlten noch.Venetien folgte aber schon 1866. Etwas länger hielt sich 1868noch der Papst zu Rom. Zwar sammelte Garibaldi schon1862 abermals Freischaren, um diesem auch noch die letzteZufluchtsstätte zu rauben, doch noch einmal ohne Erfolg. Eswar das letzte Mal; ein neuer Schlag vollendete den Siegder Papstfeinde.

Welt- u. Schweizerisch. II.

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