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Zweiter Teil. Die neuere und neueste Zeit.
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für die Frevel ihrer Könige und die Nachkommen bis in dasdritte nnd vierte Geschlecht für die Sünden ihrer Ahnenbüßen müssen. (Karthager, Griechen, Römer, französische Revolution,Ludwig XVI.) Das alles sagt uns wiederum, daß es dochnoch eine Gerechtigkeit in der Weltregierung gibt unddaß doch wahr bleibt das Wort des Dichters: „Die Welt-geschichte ist das Weltgericht." Das zeigt uns aberauch, wo wir auch heute noch, der einzelne wie die Nation,das Glück und die Wohlfahrt zu suchen haben. Lieben undthun wir das Gute, und hassen und meiden wir alles Böse!

Blieben aber auf unserer Wanderung unsere Wünscheund Anschauungen über die Geschicke der Menschen trotzdemoft unbefriedigt und hätten wir vielleicht manchem ein besseresLos gewünscht, während wir das Glück des andern nichtbegreifen konnten, so lernen wir daraus, daß eben aufdieser Welt nichts vollkommen ist und daß es auch dar-um schon ein Jenseits, eine andere Welt, eine Unsterb-lichkeit geben muß, damit ein jeder vollständig empfange,was er verdient, und daß es einmal im Interesse der Ge-rechtigkeit auch ein Gericht geben muß, an dem alles offen-bar wird und kein Schein mehr trügt.

Die Erinnerung an die glorreichen Zeiten der schwei-zerischen Heldenkämpse im XIV. und XV. Jahrhundert mögein uns die Liebe und Begeisterung für das Vaterland, seineGeschichte und Freiheit stetsfort aufs neue erhalten undvermehren. Die trüben Blätter aber, aus denen wir denfremden Sold und die Pensionen und damit eine neue, trau-rige Abhängigkeit von ausländischen Fürsten und Königenverzeichnet fanden, seien uns ein Fingerzeig, einfach undbescheiden zu sein und niemals um Geld und Gut Frei-heit und Ehre zu verkaufen. Die Zeiten unglückseliger Bru-derzwiste möge in uns das Gefühl der Zusammengehörigkeitwach erhalten und uns sagen, daß auch in der Zukunft,wie einst bei Sempach, bei Grandson und Murten, nurEintracht und Einigkeit die Schweizer stark und großmachen wird in Mitte der sie umgebenden Großmächte.

Endlich vergessen wir auch nicht, Gott für alles Gutezu danken und ihn zu bitte», daß er auch fürderhin wiederschützen und segnen möge alle Völker der Erde und vorabunser geliebtes, teures Vaterland!