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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / von Wilhelm Oechsli
Entstehung
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A. Geschichte des Altertums.

(Bis 476 nach Christa.)

I. X>io Griechen.

§ 1. Die Griechen und ihr Land.

1. Blick auf das Morgenland. Vor Zeiten botdie Welt ein ganz anderes Bild dar als jetzt. Wo sich heutevolkreiche Städte erheben und die Felder mit den mannig-fachen Erzeugnissen des Ackerbaus prangen, da dehnten sicheinst unermeßliche Wälder, Sümpfe und Steppen. Wo heuteder friedliche Bürger unter dem Schutz der Gesetze sichungestört seiner Arbeit hingibt und sich des Ertrages der-selben freut, da lauerte einst der scheue Wilde mit Pfeilund Bogen auf seinen Nachbar, um ihn zu berauben und zutöten. Der Gebrauch des Feuers, die Viehzucht, der Ackerbau,die Schrift, kurz alle die zahllosen Fertigkeiten, Erfindungenund Künste, ohne die wir uns das Leben gar nicht mehr denkenkönnen, waren einmal unbekannt. Nur allmählich ist dieMenschheit, am einen Orte früher, am andern später, dem Zu-stande der Wildheit entwachsen; von Stufe zu Stufe hat siesich zu der Gesittung emporarbeiten müssen, deren Segnungenwir heute genießen. Die Wiege der menschlichen Bildungist im Morgenland zu suchen. Während die Bewohnerunseres Erdteils noch als Wilde in ihren Wäldern hausten,lebten im Osten des Mittelmeeres, in Asien und im nordöst-lichen Afrika Völker, die es schon verstanden, den Lauf derFlüsse zu regeln, durch künstliche Bewässerung Wüsten infruchtbare Gefilde umzuwandeln, die Handel und Schiffahrttrieben, Künste und Wissenschaften pflegten und mächtige,ausgedehnte Staaten bildeten. Das Reich Ägypten amunteren Lauf des Nil ist das älteste, von dem die Geschichte

Oechsli, Allgemeine Geschichte.

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