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was für uns Goethe und Schiller. Alle drei waren Zeitgenossendes Perikies; Sophokles insbesondere war ihm eng befreundet.Nicht als ein eitles Vergnügen, sondern als eine Art Gottes-dienst betrachteten die Griechen das Theater. Nur an ge-wissen Festtagen fanden die Aufführungeu statt. Da saßdas versammelte Volk unter freiem Himmel auf halbkreis-förmigen Sitzen, die wie Treppen übereinander emporstiegen,
Griechisches Theater.
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und lauschte Tage hindurch mit andachtsvollem Entzückenden Schicksalen der alten Helden oder den ruhmvollen Tatender Väter, die wie leibhaft vor seine Augen traten. EinKampfgericht entschied, welchem von den Dichtern, die mit-einander wetteiferten, der Preis für das schönste Stück ge-bühre. Damit auch die Ärmern an der erhebenden Feierteilnehmen könnten, bewirkte Perikies, daß die Staatskassejedem Bürger, der es verlangte, das geringe Eintrittsgeldvergütete, das am Eingang des Theaters zur Deckung derUnkosten gefordert wurde. Die Theater waren anfänglichHolzbauten gewesen, die man auf das Fest hin aufrichtete.Als aber in Athen einmal ein solches Holzgerüst zusammen-