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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / von Wilhelm Oechsli
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ecke des Mittelmeeres, wo Kleinasien und Syrien anein-ander grenzen, vorgedrungen. Da trat ihm der Perserkönigselber mit einem Heere, das nach Hunderttausenden zählte,333v.(,'hr. bei der Stadt Issus entgegen. Trotz der gewaltigen Über-macht griff ihn Alexander unverzagt an. Die Krieger desDarius leisteten anfänglich tapferen Widerstand. Aber in derMitte, wo der König stand, durchbrach Alexander mit seinerReiterei die feindliche Linie. Da wandte Darius, als er denSchrecklichen auf sich zudringen sah, selber seinen Schlacht-wagen zur Flucht und riß alles mit sich fort. Die Verlusteder Perser waren ungeheuer; dem Sieger fiel reiche Beuteanheim, sogar das Zelt des geflohenen Herrschers mit dessenMutter, Gemahlin und Töchtern, denen Alexander eine ehren-volle Behandlung zuteil werden ließ. Er verfolgte denDarius zunächst nicht weiter, sondern zog längs der Küstenach Phönizien. Hier wagte ihm Tyrus, die auf einerInsel im Meere gelegene Hauptstadt der Phönizier, Wider-stand zu leisten. Sieben Monate lang trotzte sie seinen Be-lagerungskünsten, obwohl er einen großen Damm vom Fest-land auf die Insel hinüber führte. Endlich bekam Alexandereine mächtige Flotte, mit der er die Inselstadt von allenSeiten umzingelte. Sturmböcke und Wurfmaschinen' aller Artzertrümmerten ihre Mauern und unter entsetzlichem Gemetzelwurde sie erstürmt. Zweitausend Gefangene ließ der grau-same Sieger in seiner Wut ans Kreuz schlagen; was mit demLeben davonkam, wurde in die Sklaverei verkauft. VonPhönizien aus schlug Alexander den Weg nach Ägyptenein. Hier, wo die persische Herrschaft längst verhaßt war,wurde er als Befreier empfangen und stiftete sich ein dauern-des, friedliches Denkmal, indem er in der Nähe der Nil-mündungen den Grund zu der nach ihm benannten Hafen-stadt Alexandria legte, die rasch zum Welthandelsplatzemporblühte.

5. Schlacht bei Gaug amela (331 v. Chr.). — Jetzterst, nachdem sich Alexander der Küstenländer versicherthatte, machte er sich auf, um in das Innere des Perser-