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gegenüber, ein plebejischer Bauersmann, der seine schlichteLebensweise beibehalten hatte, auch als ihm seine Mitbürgerwegen seiner Tüchtigkeit und Rechtschaffenheit die höchstenÄmter übertrugen. Als einst fremde Gesandte zu ManiusCurius kamen, trafen sie ihn in seiner Hütte, wie er inbäuerlichem Gewände seine aus Rüben bestehende Mahlzeitvon einem hölzernen Teller verzehrte. Auch diesmal ent-schieden die Elefanten das blutige Ringen, aber zugunstender Römer, da sich die Tiere, durch Brandpfeile scheu ge-macht, auf die eigenen Leute warfen. Entmutigt kehrtePyrrhus nach Griechenland zurück und fand dort bei Er-stürmung einer Stadt ein klägliches Ende, indem eine Frauvom Dach ihres Hauses einen Stein auf ihn schleuderte. Erhatte in Tarent eine Besatzung zurückgelassen, die sich gegendie Römer tapfer verteidigte, bis die Kunde vom Tode des272 v. Chr. Königs sie bewog, die Stadt gegen freien Abzug zu über-geben. Damit war die ganze Halbinsel römisch geworden.
3. Rom und Italien. —Aber nicht bloß durch krie-gerische Gewalt, auch durch kluge Milde suchten die Römerdie Völker Italiens an sich zu fesseln. Sie nannten diesenicht Untertanen, sondern Bundesgenossen; einzelnengewährten sie sogar volle Rechtsgleichheit, indem sie ihnendas römische Bürgerrecht verliehen. Der Form nach bildetejetzt Italien eine große Eidgenossenschaft, deren HauptRom war. Nur dieses durfte Krieg erklären, Frieden undBündnisse schließen, Münzen schlagen u. s. w. Im übrigenließ es aber allen Bundesgenossen ein gewisses Maß vonSelbständigkeit. Auch verlangte es von ihnen keine Steuern,nur unentgeltliche Kriegshilfe. So beherrschte Rom dieItaliener, aber es bedrückte sie nicht und beutete sie nichtaus. Und wenn einzelne den Verlust der Unabhängigkeit nurschwer verschmerzten, so empfanden es doch die meisten baldals eine Wohltat, daß Italien jetzt einig war. Die zahllosenFehden, die früher die Halbinsel durchtobt hatten, nahmenein Ende; innerer Friede und staatliche Ordnung herrschtenjetzt in ihrem ganzen Bereich. Das war es, was der römischen