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für gut halten sollen, die der beredte Volksfreund Cäsar vor-brachte, die Pompejus, der bewunderte Feldherr, und Crassus,dessen Reichtum alles anstaunte, einmütig unterstützten?
Nach seinem Wunsche wurde Cäsar Konsul. Nach Ablaufseines Amtsjahres ließ er sich die Statthalterschaft überdas südliche Gallien geben, das die Römer bereits zurProvinz gemacht hatten. Hier fand er endlich Gelegenheit,zu zeigen, daß er nicht bloß ein gewandter Redner undVolksführer, sondern vor allem ein gewaltiger Feldherr war.
Er faßte den Plan, ganz Gallien der römischen Oberherr-lichkeit zu unterwerfen. Die Gallier oder Kelten, die allesLand zwischen dem Rhein und dem Atlantischen Ozean ihreigen nannten, hatten schon einen gewissen Grad von Ge-sittung erreicht. Sie besaßen Städte und trieben Schiffahrt,
Handel und Gewerbe. Aber ihre Priester, die Druiden,brachten noch Menschenopfer dar, und trotz anerkannterTapferkeit waren die Gallier nicht imstande, den Römernzu widerstehen, da sie in viele Stämme zerfielen, die unter-einander in ewigem Hader lebten. So unterwarf Cäsar zu-nächst die Helvetier, die eben im Begriffe standen, ihre 58 v. ChrHeimat, die Schweiz, zu verlassen, um neue Sitze weiterim Westen aufzusuchen. Dann bezwang er in achtjährigenKämpfen alle übrigen gallischen Stämme. Er drang sogarüber den Rhein nach Deutschland und fuhr über den Kanalnach Britannien, doch mehr, um die Bewohner dieser Länderzu schrecken, als um Eroberungen zu machen. So wurdedas ganze heutige Frankreich nebst den Rheinlanden durchCäsar zur römischen Provinz, und römische Sprache und Sitteströmten nun rasch in ein Gebiet, dessen Bewohner bishergroßenteils kaum dem Namen nach bekannt gewesen waren.
Cäsar aber hatte sich in diesem gallischen Krieg ein ab-gehärtetes, ihm mit Leib und Seele ergebenes Heer heran-gebildet, an dessen Spitze er unbesieglich war.
5. Der Bürgerkrieg. Schlacht bei Pharsalus(48 v. Chr.). — Als Pompejus und Crassus sahen, wie derRuhm Cäsars höher und höher stieg, fing die Eifersucht an