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Söhne des Pompejus in Spanien die Fahne des Widerstandes,aber aucli sie erlagen nach hartem Kampfe dem Unbesieg-lichen. Mit der Republik war es zu Ende; das Römerreiehhatte einen Monarchen.
6. Cäsars Tod (44 v. Chr.). — Cäsar wies zwar denKönigstitel, den ihm seine Anhänger anboten, zurück, weilderselbe zu verhaßt war; dafür nannte er sich Imperator,d. i. Oberbefehlshaber, und erschien wie ein König im Purpur-gewand, saß auf vergoldetem Throne, ließ sein Bildnis auf denrömischen Münzen schlagen und seine Statue neben denjenigender alten sieben Könige aufstellen. Alle Herrschergewalt ver-einigte er in seiner Person. Zum Schein anerkannte er aller-dings das Volk als höhere Macht über sich, indem er seinemonarchische Verfassung von der Volksversammlung bestätigenließ. Allein die hauptstädtische Menge, welche diese Volks-versammlung füllte, war nur noch eine feile Masse. Cäsarhielt sie durch prachtvolle Spiele und Festmähler bei guterLaune und ließ Korn, Öl und Geld unter sie austeilen.Dafür konnte er von ihr haben, was er wollte. Auch denSenat ließ er bestehen, aber er füllte ihn mit seinen An-hängern und erniedrigte ihn zum bloßen Werkzeug seinesWillens. Bei allem Ehrgeiz war Cäsar aufrichtig auf dasWohl des ungeheuren Reiches bedacht. Er suchte die nochlebenden Gegner durch kluge Milde zu versöhnen und schufmanche nützliche Einrichtungen. Unter andern führte ereinen verbesserten Kalender ein, so wie er in der Hauptsaohenoch heute im Gebrauch ist. Aber die ekelhaften Schmei-cheleien seiner Anhänger, unter welchen Antonius, ein fähiger,aber durch und durch verdorbener Mensch, es allen andernzuvortat, die seinen Geburtsmonat Julius tauften und ihmBildsäulen als einem Gotte errichteten, empörten das Gefühlder besseren Römer. Eine Anzahl Senatoren verschworensich zur Ermordung des „Tyrannen“. An der Spitze standenBrutus und C a s s i u s. Beide hatten gegen Cäsar gekämpft,waren jedoch von ihm begnadigt und mit allerlei Auszeichnungenüberhäuft worden, namentlich Brutus, zu dem der Gewaltige