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Herrscher, Papst und Kaiser in einer Person. Unter ihnendrangen die Araber mit unwiderstehlicher Kraft in die Nach-barländer ein und brachten das Morgenland bis nach Indienhin, sowie ganz Nordafrika bis zum Atlantischen Ozean inihre Gewalt. Wiederholt erschienen ihre Flotten vor Kon-stantinopel; doch vermochten die Oströmer durch einemerkwürdige Erfindung, das ,,griechische Feuer“, dasauch unter dem Wasser fortbrannte und mit dessen Hilfe siedie feindlichen Schiffe in Brand steckten, dieses Eingangs-tor nach Europa zu behaupten. Dafür brachen die Araberauf einer anderen Stelle in unseren Erdteil ein. Sie setztenDi über die Meerenge von Gibraltar, zerstörten das Reich derWestgoten in Spanien und drangen in Frankreich gegendie Loire vor. Da stellte sich ihnen der Hausmeier KarlMar teil mit dem Heerbann des fränkischen Reiches in den732 Weg und erfocht über sie bei Poitiers einen glorreichenSieg, der sie zur Umkehr zwang. Frankreich war gerettet,aber in Spanien blieb der Islam Jahrhunderte hindurchherrschend.
II. Das eigentliche Mittelalter.
§ 26. Karl der Große.
1. Pippin entthro nt die Merowinger (751 n. Chr.).— Karl Martells Sohn, Pippin der Kleine, wie er wegenseines untersetzten Wuchses genannt wurde, war seinemVater an Herrschergaben ähnlich und weit und breit alsgewaltiger Krieger gefürchtet. Er beschloß, endlich demScheinkönigtum der Merowinger ein Ende zu machen,und ließ zu diesem Zweck beim Papst in Rom anfragen,wer eigentlich König heißen solle, der, welcher träg undsorglos daheim sitze, oder der, welcher die ganze Last desRegierens trage. Als die Antwort nach seinem Wunsche aus-fiel, veranstaltete er eine große Versammlung der Franken751 und wurde unter dem Jubel der Menge als König auf den