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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / von Wilhelm Oechsli
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beiden Länder mußten sich nach Friedrichs Tode ihrerHerrschaft wieder fügen. Aber die zähen Bergleute verlorenihr Ziel nicht mehr aus den Augen. Am 1. August 1291, wenige 1291Wochen nach dem Tode König Rudolfs, schlossen die dreiWaldstätte einen ewigen Bund miteinander. Die erste Fruchtihres engen Zusammenhaltens war, daß Kaiser Heinrich VII.sie im Jahre 1309 sämtlich für reichsfrei erklärte und der 1309österreichischen Herrschaft gänzlich entzog. Als nach Hein-richs VII. Tode Friedrich der Schöne von Oesterreich sich dieKönigswürde anmaßte, widerrief dieser die seinem Hauseschädlichen Freiheitsbriefe der drei Länder und erklärte sieals Aufrührer in die Reichsacht. Ludwig der Bayer, den sieals rechtmäßiges Reichsoberhaupt anerkannten, war außer-stande, ihnen mehr als freundliche Worte zu geben. Dahalfen sie sich selber, indem die Schwyzer mit Hilfe ihrerVerbündeten ein österreichisches Ritterheer, das unter HerzogLeopold in ihr Land dringen wollte, im Engpaß amMorgarten mit ihren Hellebarden zerschmetterten. Seitdem 131 5richteten alle diejenigen, die von Oesterreich etwas zu fürchtenhatten oder sich seinem Joch zu entziehen wünschten, ihrenBlick auf die unbesieglichen Gebirgsleute. Luzern, damals 1332noch österreichisch, trat ihrem Bunde bei, dann die freie 1351Reichsstadt Zürich, die österreichischen Gebiete Glarus 1352und Zug und die mächtige Reichsstadt Bern, nachdem 1353diese schon früher mit Hilfe der Waldstätten bei Laupen 1339den benachbarten Adel besiegt hatte. So entstand dieEidgenossenschaft der „Schweizer“, wie man inDeutschland bald alle Bundesgenossen der kriegsberühmtenSieger am Morgarten nannte. Noch einmal machten dieHabsburger einen Versuch, sie zu vernichten. Herzog Leo-pold III., der Neffe des am Morgarten geschlagenen Fürsten,führte im Sommer 1386 eine stattliche Streitmacht gegendie Eidgenossen. Bei Sempach stellten sich ihm diese 13 St>entgegen; aber das in Eisen gehüllte, von Spießen starrendeRitterheer schien unüberwindlich. Da machte ArnoldW i n k e 1 r i e d durch seinen Opfertod eine Gasse in das-