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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / von Wilhelm Oechsli
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selbe, und wiederum sank die Blüte des süddeutschen Adelssamt dem Herzog unter den Streichen der Schweizer. ZweiJahre später schlug das kleine Völklein der Glarner hei1388 Näfels eine fünfzehnfache österreichische Übermacht inschimpfliche Flucht. Seit den Tagen von Sempach undNäfels war in dem Lande zwischen Jura und Alpen derSieg der Bürger und Bauern über Fürsten und Adelsmachtentschieden.

2. S t. J a k o h (1444), G r a n d s o n, Murten und Nancy(1476/77). — Die republikanische Verbindung der Schweizergedieh und ruhte nicht, bis sie ihre natürlichen Grenzen,den Rhein im Norden und Osten und den Jura im Westen,erreicht hatte. Umsonst, daß der habsburgische KaiserFriedrich III. die wüsten Söldnerbanden des Königs vonFrankreich gegen sie zu Hilfe rief. Todesmutig warfen sich1500 Eidgenossen den 40,000 „ Armagnaken“, die der fran-zösische Kronprinz heranführte, entgegen, um bei S t. J a k o b1444 an der Birs glorreich zu sterben. Es war eine Nieder-lage, die gleich derjenigen des Leonidas einen herrlichenSieg bedeutete. Den welschen Raubscharen verging die Lust,in dies „seltsame Land“ einzudringen, und der König vonFrankreich zog es vor, mit dem tapfern Volke in Friedeund Freundschaft zu leben. Bald stieg der Ruhm der Schweizernoch höher. Zwischen Frankreich und Deutschland drohteein neues großes Reich zu entstehen, das der mächtigenHerzoge von Burgund. Karl der Kühne war der reichsteund glänzendste Fürst seiner Zeit. Schon erstreckten sichseine Lande von Amsterdam bis in die Nähe von Genf, undim Besitze eines starken, kriegsgeübten Söldnerheeres dünkteer sich gewaltiger, als der König von Frankreich oder derKaiser. Als er aber gegen die „Schweizer Bauern“ zog,um auch diese unter sein Joch zu zwingen, da zerschellteseine Macht, wie Glas. Seine Söldner wurden von den Eid-1476/77 genossen bei Grandson und Murten zermalmt, und beiNancy fand der stolze Herzog selber den Tod. Seitdemgenossen die Schweizer den Ruhm, das erste Kriegsvolk