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ein Ende machten. Wie Spanien unter ihnen zur Herrineines Weltreichs wurde, wird später erzählt werden.
§ 35. Anzeichen einer neuen Zeit.
1. Umwälzung im Kriegs wesen. — Wie vieles warin den letzten Zeiten des Mittelalters anders geworden! ImAbendlande war das Ansehen des Kaisers und Papstes, diebeide um die Weltherrschaft gerungen hatten, tief gesunken;dafür herrschten in Frankreich, England und Spanien mäch-tige Könige. Im Osten war das griechische Kaiserreich ganzverschwunden und hatte dem Reich des türkischen SultansPlatz gemacht, der zugleich an die Stelle der arabischenChalifen getreten war. Auch im Innern der Staaten warengroße Veränderungen vor sich gegangen. Die Zeiten, da dergepanzerte Ritter im Kriege den Ausschlag gab, waren vor-bei. Die Siege der Schweizer über die österreichischen undder Engländer über die französischen Ritter hatten das Fuß-volk im Kriege wieder zu Ehren gebracht, und das Auf-kommen der Feuerwaffen vollendete die Umwälzung im Heer-wesen. Das Schießpulver, allem Anschein nach eineErfindung der Chinesen, war schon im 13. Jahrhundert imAbendland bekannt geworden, fand aber erst im 14. allmäh-lich Verwendung im Krieg, und zwar zuerst bei den Arabern1825 in Spanien, die sich schon 1325 der „Donnerbüchsen“ zur Be-lagerung von Städten bedienten. Von Spanien aus verbreitetesich die Kenntnis der Feuerwaffen rasch nach Italien, Frank-reich und den übrigen Ländern Europas. Anfänglich warihre Wirkung gering, und Spieß und Armbrust behauptetennoch lange den Vorrang. Allmählich aber wurden die Schuß-waffen vervollkommnet. Die stärksten Burgen sanken vorihnen in Trümmer und keine Rüstung vermochte mehr ihrenKugeln zu widerstehen. Da verlor der Ritteradel seine Be-deutung als Wehrstand völlig und Söldner nahmen seineStelle ein, welche die Fürsten um teures Geld im In- undAusland anwarben.