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verdienten Verewigung gelangt ist, dem Florentiner AmerigoVespucci. Dieser hatte nach der dritten Reise des Columbuseinige Fahrten nach Südamerika mitgemacht und veröffent-lichte seine Reiseberichte im Druck. Da sie die erstenausführlicheren Schilderungen der neuen Welt enthielten,wurden sie allerorten begierig gelesen und machten VespuccisNamen bekannter, als den des Columbus. Man hielt ihn fürden Entdecker des von ihm beschriebenen Festlandes, undeinige deutsche Gelehrte gerieten auf den Einfall, es nachihm Amerika zu benennen, ein Name, der wohl seinesWohllautes wegen bald allgemein Anklang fand.
6. Cortes (1519—21) und Pizarro (1531). — DerGolddurst reizte die Spanier, die Entdeckungen des Columbusfortzusetzen und auszubeuten. Eine Masse von verwegenenGesellen strömte in die neue Welt hinüber und in unglaub-lich kurzer Zeit eroberten sie fast ganz Mittel- und Süd-amerika für ihren König, ohne daß dieser viel dazu zu tunbrauchte. Unter diesen Eroberern hat Ferdinand Cortesden höchsten Ruhm erlangt. Als die Spanier von Cuba auswestwärts fuhren, trafen sie zu ihrem Erstaunen in Mexikoauf ein großes, in mancher Beziehung hochentwickeltes Volk,das in Städten mit steinernen Palästen und Tempeln wohnte,Ackerbau und Gewerbe trieb und ein mächtiges Königreichbildete. Doch herrschte unter den Mexikanern die greulicheSitte der Menschenopfer in einem unerhörten Maße. Cortesunternahm die Eroberung ihres Reiches. Mit einem Heervon 670 Mann und 14 Kanonen landete er 1519 in Mexikound in zweieinhalb Jahren gelangte der kühne Held durch 1519/21die Überlegenheit der europäischen Kriegskunst ans Ziel,obgleich die Mexikaner tapfer für ihre Freiheit kämpften.
Zehn Jahre später unterjochte Franz Pizarro, ein kriegs- 1531tüchtiger, aber roher und grausamer Abenteurer, mit einernoch kleinern Schar das Reich Peru, wo die Spanier eben-falls eine Bevölkerung vorfanden, deren Gesittung hoch überderjenigen der übrigen Indianer stand. In Peru wie in Mexikoerbeuteten die Sieger ungeheure Schätze an Gold. Später wur-