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hinreichender Unterstützung unfähig. Da setzte er seine Hoffnung aufKönig Philipp V. von Makedonien, der mit ihm ein Bündnisschloß und in Italien zu landen versprach. Allein auch dieser ließ esbei leeren Worten bewenden, weil römische Diplomatenkünste dafürsorgten, daß er im eigenen Lande genug Arbeit erhielt. So kam derKrieg in Italien ins Stocken. Ja, die unermüdlichen Römer, die nochimmer eine Streitmacht von über 200000 Mann ins Feld stellen konnten,gingen von der Verteidigung schon wieder zum Angriff über. Marcelluseilte nach Syrakus, das er belagerte, aber dank den sinnreichen Ab-wehrmaßnahmen des Mathematikers Archimedes (S. 171) erst nachzwei Jahren erstürmen konnte (212). Ebenso wurde Kapua zurück-gewonnen. Umsonst versuchte Hannibal, die wichtige Stadt zu entsetzen;er konnte den viermal so starken Römern in ihren verschanzten Lagernnichts anhaben. Da entschloß er sich zu einem Scheinangriff auf Romund kam brandschatzend bis vor die Mauern der ewigen Stadt. DerSchrecken war so groß, daß der Ruf: „Hannibal vor den Toren!"(Hannibal aä portus) sprichwörtlich wurde, um die höchste Gefahr zubezeichnen. Allein der Senat durchschaute das Manöver. Hannibalmußte unverrichteter Dinge umkehren und konnte den Fall Kapuasnicht hindern Ähnlich erging es Tarent, das auch abgefallen war undvon dem alten Fabius erobert wurde. Jetzt waren die Römer wiederdie Stärkeren in Italien, und viele abtrünnige Gemeinden kehrten frei-willig zum Gehorsam zurück. Was half es, daß der punische Feldherrmit wunderbarer Schnelligkeit bald dahin, bald dorthin eilte? Wohlbrachte er mit seinem zusammengeschmolzenen Heere den Römern nochmanche Schläge bei, wohl fiel auch in einem Hinterhalte sein zäherGegner Marcellus, dessen Leiche er ehrenvoll bestatten ließ. Aber ohnebaldigen Zuzug war sein Lebenswerk gescheitert, und da weder dieMutterstadt noch Makedonien diesen gewährten, so blieb ihm nur dieHoffnung auf seine Brüder in Spanien.
6. Die Schlacht bei Sena Gallica (207). — In Spanienhatte der Kamps gerade den umgekehrten Verlauf wie in Italien ge-nommen. Gnäus Scipio und sein Bruder Publius, der ihm nachAblauf seines Konsulates nachgefolgt war, verdrängten zur Zeit derSchlacht von Cannä durch glänzende Erfolge die Karthager fast ausder ganzen Pprenäenhalbinsel. Plötzlich, als die Römer durch den SturzKapuas in Italien wieder die Oberhand gewannen, schlug in Spanien
i Quellenbuch Fl. u. G. I, No. 18 : Nannibsl suts xoitss! (nach Polybios).