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das Glück um; die beiden Scipionen verloren gegen Hasdrubal,Hannibals Bruder, Schlacht und Leben, und wiederum herrschten dieKarthager bis zum Ebro. Aber Spanien durfte natürlich nicht mehraufgegeben werden. Am ehesten schien der junge Publius Scipio,der uns am Tessin als Lebensretter feines Vaters begegnet ist, befähigt,dort das Kommando zu übernehmen. Dieser rechtfertigte dann auchdas Vertrauen seiner Mitbürger,welches er durch ritterliches Wesen und-sympathische Lebensformen erworben, in glänzender Weise. Währenddie punischen Generäle im Norden am Ebro standen, erschien er plötzlichmit einer Flotte vor Neukarthago und bemächtigte sich der reichenHauptstadt samt ihren Schiffen, Waffen und Geldern. Doch konnteScipio nicht hindern, daß endlich Hasdrubal den dringenden Hilfe-rufen seines Bruders folgte. Mit einem mächtigen Heere zog derKarthager über die Alpen, weit leichter und schneller als einst Hauni-bal, weil sich die Gallier diesmal nicht widersetzten. Die Entscheidungnahte. Ganz Italien lag schwer darnieder; die römischen Bundes-genossen, selbst die Latiner fingen an, kleinmütig zu werden. Gelanges den beiden Söhnen Hamilkars, sich zu vereinen, so war Rom ver-loren. Daher raffte sich dieses zur höchsten Anstrengung auf und stellteden Konsuln Nero und Livius möglichst starke Truppenmassen zurVerfügung. Livius ging dem Hasdrubal entgegen, der schon in Ober-italien stand. Nero eilte nach Apulien, um Hannibal den Weg nachNorden zu sperren. Die beiden Konsuln hatten den gewaltigen Vor-teil, unter sich ständig Fühlung halten, den Gegnern aber jede Ver-ständigung unterbinden zu können, sodaß Hannibal über den Vormarschseines Bruders ganz im Unklaren blieb. Schon rückte Hasdrubal derOstküste Italiens entlang nach Süden. Da unternahm Nero ein kühnesWagestück. Ohne daß Hannibal es merkte, verließ er sein Lager mit8000 Mann auserlesenen Truppen und eilte dem Livius zu Hilfe. Un-weit Sena Gallica (Sinigaglia) trafen die beiden auf Hasdrubal.Neros Ankunft erweckte in diesem die Befürchtung, Hannibal sei ge-schlagen. Er trat deshalb nachts den Rückzug an, verirrte sich aberinfolge der Treulosigkeit seiner Führer und wurde am Morgen vonden Römern angegriffen, als er eben über den Fluß Metaurus setzenwollte. Rasch ließ er zur Schlacht aufmarschieren, wurde aber schließ-lich von Neros Scharen so schneidig in der Flanke gepackt, daß ersamt seinem Heere den Untergang fand. Dann kehrte jener auf seinenPosten zurück und ließ das Haupt des gefallenen Feindes den Vorposten