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eroberte dessen Reich, drang in das wilde, unbekannte AlpenlandArmenien ein, wo der König Zuflucht gesucht hatte, eroberte dieHauptstadt und stand im Begriffe, den Sieg zu vollenden, als seineTruppen meuterten und sich weigerten, weiter zu kämpfen. Infolge-dessen mußte er zurückgehen, und Mithradates erholte sich. Jetzt erfogtein Rom der Antrag, Lükull durch Pompeins zu ersetzen. Er fand umso willigere Ohren, als jener die Provinz Asien tüchtig gegen allzuunverschämte Ausbeutung in Schutz genommen hatte und deshalb auchbei den Kapitalisten daheim schlecht angeschrieben war. Sobald er demPompeins, der wegen der Seeräuber noch in Asien stand, seine Legionenübergeben hatte, zog er sich tiesgekränkt von den Staatsgeschäften zu-rück und suchte Trost in allen Genüssen eines noch heute sprichwörtlichenverfeinerten Luxus tz Den Pompeins aber ließ auch diesmal das Glücknicht im Stich. Er brachte dem Mithradates eine schwere Niederlagebei und verfolgte ihn bis ins Land Kolchis. Erst als der König überden Kaukasus nach der Krim floh, kehrte Pompeins um und durchzog,ein neuer Alexander, Länder, welche die Römer bisher nicht einmaldem Namen nach gekannt hatten. Ganz Vvrderasien warf sich ihm zuFüßen; er gründete Städte, setzte Könige ein und ab, schnitt die Schutz-staaten nach seinem Belieben zu und verwandelte einige davon inProvinzen, besonders das Hauptland des gänzlich zerfallenen Seleu-kidenreiches, Syrien. Der Euphrat im nördlichen, die arabische Wüsteim südlichen Teile bildeten jetzt die Grenzen des römischen Macht-bereiches. Der alte Mithradates indessen beging Selbstmord, als sichsein eigner Sohn Pharnakes gegen ihn empörte.
3. Die Verschwörung des Catilina (63). Cicero. —Während Pompeins im Orient abwesend war, gingen daheim die altenKämpfe zwischen Senats- und Volkspartei weiter. Dabei traten sozialeFragen stark hervor, und das Jahr 63 brachte gleich zwei Neuerungs-versuche miteinander, einen friedlichen und einen gewaltsamen. Jenerbestand darin, daß eine Kommission mit ausgedehnten Vollmachten undmehrjähriger Amtsdauer die Landverteilung an Unbemittelte in großemStile vornehmen sollte. Dagegen schickte der Adel den AdvokatenCicero ins Treffen, welcher die Schwächen des Entwurfes geschickt breit-trat und seine Durchführung vereitelte. Marcus Tullius Cicerogehörte zwar nicht zu den regierenden Geschlechtern, hatte sich abervermöge seiner Beredsamkeit, seiner vielseitigen Bildung und seines
> Quellenbuch Fl. u. G. I, No. 80: Aus dem Leben des Lucullus (nach Plutarch).