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Salamis und Zama ihr Reich feige und teilnahmlos zusammenbrechenließen, so war andrerseits die Religion Jesu allein im stände, die Furcht-barkeit des Sturzes einigermaßen zu mildern. Schon war sie auchzu den Barbaren gedrungen, und diese empfanden bei aller Wildheiteine ehrfürchtige Scheu vor allem, was an der Kirche hing. Oft ließensie sich durch die Fürsprache eines Priesters bewegen, die zu schonen,die verlernt hatten, sich wie Männer zu verteidigen. Alles wankteund stürzte, nur die Kirche nicht. Sie besänftigte den wilden Charakterder rohen Eroberer und leitete sie allmählich zu gesitteter Lebensweiseüber. Namentlich wurden die Klöster zu Mittelpunkten leiblicherund geistiger Kultur. Sie waren in der allgemeinen Verwilderungbeinahe die einzige Zufluchtsstätten für Kunst und Wissenschaft;in ihnen erhielt sich ein Rest der Bildung des Altertums, und was wirvon den Werken der Alten besitzen, verdanken wir meist der Tätigkeitemsiger Mönche, die Abschriften davon verfertigten und in ihrenBibliotheken aufbewahrten. Sie waren für Erziehung und Unterrichttätig, aus ihnen gingen die unermüdlichen Glaubensboten hervor,die mit der Lehre vom Kreuze zugleich den Samen höherer Gesittungimmer weiter ausstreuten. Allerorten erhoben sich Klöster, deren In-sassen nicht nur geistlichen Dingen oblagen, sondern auch Pflug undHacke zur Hand nahmen, Urwälder lichteten, Moräste trockneten undEinöden in liebliche Gelände verwandelten. Manches derselben istzum Keim einer blühenden Stadt geworden. So bietet uns die christ-liche Tätigkeit doch eine tröstliche Seite dar in dem Gewirre desfurchtbaren Völkersturmes, der die alte Welt zertrümmert hat.
II. Die Völkerwanderung.
Metersheirn, Geschichte der Völkerwanderung, bearbeitet von Vahn, 2 Bde. vahn, DieKönige der Germanen, 9 Bde. Derselbe. Urgeschichte der germanischen und romanischenVölker, 4 Bde. (Oncken.) Derselbe, Geschichte der deutschen Urzeit, 2 Bde. Urnold, DeutscheUrzeit. Kaufmann, Deutsche Geschichte bis auf Karl den Großen, 2 Bde. 6utfche--5chulhe,Deutsche Geschichte von der Urzeit bis zu den Karolingern. MüIIerchof, Deutsche Altertums-kunde, 5 Bde. Zeich, Die Deutschen und die Aachbarstämme. örunner, Deutsche Necht-s-geschichte, 2 Bde. s. 6rirnm, Deutsche Mythologie, 3 Bde. Me^er, Germanische Mythologie.Solcher, Handbuch der germanischen Mythologie.
1. DieGermanen. — Das römische Kaiserreich hatte nur nochzwei Feinde von Bedeutung. In Iran hatte zur Zeit des AlexanderSeverus das persische Geschlecht der S a s s ani d en der Herrschaft der