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Bilder aus der Weltgeschichte : ein Lehr- und Lesebuch für Gymnasien, Lehrerseminarien und andere höhere Schulen, sowie zum Selbstunterrichte / Wilhelm Oechsli
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Zusammenkunft und richtete zugleich ein grauenvolles Blutbad unterseinen Begleitern an. Der gefangene König bot ein Zimmer manns-hoch mit Gold gefüllt als Lösegeld. Pizarro nahm das Gold und ließden Inka dennoch erdrosseln. Mt leichter Mühe drangen hierauf dieSpanier nach Cuzco, wo sie neue unermeßliche Schätze fanden. Wäh-rend Almagro auf den Hochebenen der Anden einen kühnen, aber er-folglosen Zug nach Chile unternahm, richtete Pizarro seine Herrschaftin Peru ein und gründete eine neue Hauptstadt näher am Meere,Lima. Aber die Peruaner, aus ihrer ersten Betäubung erwacht, er-mannten sich und brachten die Eindringlinge in große Not, namentlichPizarros Brüder, die sich in Cuzco befanden. Almagro brachte ihnenHilfe; weil er aber nun Cuzco für sich behalten wollte, bekriegtensie ihn, nahmen ihn gefangen und töteten ihn. Dafür wurde Pizarroauf Anstiften von Almagros Sohn ermordet, und zuletzt kamen neueStatthalter von Spanien, die den jungen Almagro und einen BruderPizarros als Anführer hinrichten ließen. So fanden die Wüterichedurch eigene Zwietracht den verdienten Lohn.

13. Las Casas. — Bald war, abgesehen von Patagonien, Bra-silien und Guyana, ganz Süd- und Mittelamerika in den Händender Spanier. Wo sie hinkamen, wurden die alten Einwohner ge-knechtet und unter die Ansiedler, die behaupteten, in dem heißen Klimadas Arbeiten nicht vertragen zu können, als Sklaven verteilt. Dabeiverfuhren die Spanier mit einer Grausamkeit, die unser Gefühl schau-dern macht. Wer der Sklaverei durch die Flucht in die Wälder zu ent-rinnen suchte, wurde mit Hunden gehetzt, und Widerstand galt als einVerbrechen, auf dem Feuertod stand. Die Mordlust der Spanier, dieungewohnte harte Arbeit und auch der Selbstmord räumten schrecklichunter den unglücklichen Indianern auf. Auf Hispaniola, wo Columbusetwa eine Million gefunden hatte, zählte man nach zwei Jahrzehntenihrer noch zwanzigtausend. Umsonst suchten wackere Geistliche diesenGreueln Einhalt zu tun, namentlich der edle Bischof Las Casas, derin beiden Erdteilen unermüdlich für die Freilassung der Indianerwirkte. Da wurde der Vorschlag gemacht, Negersklaven, derenKörperbeschaffenheit zäher war, nach Westindien zu führen. Las Casas,nur auf die Befreiung seiner Indianer bedacht, ging darauf ein und