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0. Das Zeitalter der Aufklärung.
Schlosser, Geschichte des 18. Jahrhunderts» 8 Bde. vncken, Das Zeitalter Frie»drichs des Großen, 2 Bde. Luckle, s. S. 248.
I. Die Aufklärung.
5eckv, Geschichte des Ursprungs und Einflusses der Aufklärung in Europa. 2 Bde.seltner, Literaturgeschichte des 18 . Jahrhunderts. 3 Teile in 6 Bdn Muntschli, GeschichtedeS allgemeinen Staatsrechts und der Politik. Strsust, Voltaire. Vesnoiresterres, Voltaireet la sociötö kran?aise au XVUI me slöcle. 8 Bde. Mahrenholr, Voltaires Leben und Werke,2 Bde. Derselbe. Jean Jacques Rousseau. Lore!. Montesquieu. Aosenkranr, DiderotsLeben und Werke, 2 Bde. Vrvckerhoss, Jean Jacques Rousseau, 3 Bde.
1. Spinoza und Bayle. Locke, Newton und die eng-lischen Freidenker (um 1700). — Zwei Stätten hatte jetzt die Frei-heit gefunden, Holland und England, und von diesen ging gegenEnde des 17. Jahrhunderts ein neuer Geist über Europa aus, der anStelle despotischer Willkür Freiheit und Recht, an Stelle roher Bar-barbarei edle Menschlichkeit, an Stelle des Glaübenszwangs DuldungundDenkfreiheit, an Stelle finstern Aberglaubens vernünftige, durch dieWissenschaft begründete Ansichten von der Natur zu setzen, überhauptdie Gemüter der Menschen aufzuklären, von Vorurteilen allerartzu reinigen sich bestrebte. Während in Frankreich ein Bossuet undandere die in Ludwig XIV. verkörperte absolute Monarchie als die vonGott gewollte, einzig gute Staatsform priesen und dem Glaubens-zwang das Wort redeten, erklärte in Holland der große Denker Spinoza(1632—77) die Demokratie für die natürlichste Staatsform undverteidigte in beredten Worten die Denk- und Glaubensfreiheit, indemer verlangte, daß sich die Regierungen nur um die Taten, nicht aberum die Meinungen ihrer Untertanen bekümmern sollten. „Der Zweckdes Staates," sagte er, „ist nicht, Menschen durch die Furcht zu zähmenund unter eines andern Gewalt zu bringen, sie aus vernünftigen Ge-schöpfen zu Tieren oder zu Maschinen zu machen, sondern, daß ihr Geistund Körper ihre Fähigkeiten ungefährdet entwickeln, daß sie sich ihrerfreien Vernunft bedienen, nicht in Haß, Zorn und Betrug mit einanderstreiten und sich gegenseitig befeinden; der Endzweck des Staatesist also im Grunde die Freiheit." Ein Haupthindernis der Ge-dankenfreiheit erblickte Spinoza in der abgöttischen Verehrung desBuchstabens der Bib el; er wagte es, sie als ein dem Irrtum unter-
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