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Die Geschichte der Schweiz : der Jugend erzählt / von Johannes Jegerlehner ; Illustriert von Paul Kammüller
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das Nütli kaufen und damit der Spekulation entziehen. Die schweize-rische Lehrerschaft machte sich zuerst ans Werk und sammelte in denSchulen rund 100000 Franken. Die Rütlibesitzung kostete nur etwadie Hälfte davon. Der Rest wurde der schweizerischen gemeinnützigenGesellschaft, welche die Oberaufsicht führt, zur Verfügung gestellt unddie Zinsen zur Verschönerung und für die Verwaltung des Gutes ge-braucht.

Im Jahre 1869 wurde das Haus gebaut, das ihr da drüben seht.Meine größte Sorge ist nun zu verhüten, daß lärmende Gelage undFestlichkeiten sich hier abspielen, denn da poltern gar oft Vereine daherund führen sich aus, daß man wie ein Gottszorn dazwischen fahrenmuß. Line Ausnahme wird nur gewährt für das alljährlich stattfindendeNütlischießen der zentralschweizerischen Schützenvereine, von dem ihrja alle Jahre in den Zeitungen lesen könnt."

Zum Dank für die willkommenen Mitteilungen sangen die Rinderdem Pächter das Rütlilied, prachtvoll im Takt und mit hochroter Be-geisterung.

Als die letzte Strophe verklungen war, blieb der Lehrer stehen undsagte:Die schönen Verse hat der Luzerner Arzt und Botaniker JohannGeorg Rrauer gedichtet, als in der Fremde das Heimweh an ihm nagte,und sein Studiengenosse Joseph Greith schrieb dazu die Melodie. IhreBrustbilder stehen dort aus dem Denkstein. Noch größeren Dank aberschulden wir Aegidius Tschudi, der die Befreiung der Waldstätte inglänzenden Bildern niederschrieb, und vor allem Friedrich Schiller, demSänger Tells.

hier im Nütli können wir uns die Entstehung des ersten Bundesaus der geographischen Beschaffenheit der drei Länder recht gut er-klären. vier Flüsse werfen sich in den vierwaldstättersee. vom Gotthardher die Neuß, von den Schwpzer Bergen die Muota und von Engel-berg und Sarnen her die beiden 5la. In langen schmalen Buchten greiftder See gleichsam selber wieder in die Täler von Uri, Schwyz, Nid-walden und Gbwalden hinein. Die Gletscher und die steilen Felshängeschieden die Bewohner, der See verband sie.

Gleiche Lebensbedingungen wiesen die hirtenvölklein aus dieselbe Be-schäftigung hin. Sie waren Viehzüchter, Räser, Fischer und Jäger.Jahrhundertelang war eine jede von den drei Seegemeinden eine kleinestille Welt für sich, alle von derselben Nasse und alamannischenStammesgleichheit. Die Gemeinden organisierten sich zu Markgenossen-

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