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I. Das Altertum.
durch Klitus; die griechischen Städte und Inseln werdenfür frei erklärt; der gordische Knoten, Erkrankung in Tarsus,Arzt Philippus, Zug nach Syrien.
333 Schlacht bei Jssus an der Küste von Cilicien, in derDarius Kodomannus geschlagen wird; seine Mutter, Frauund Töchter fallen in die Hände des Siegers. Alexander erobertSyrien und Phönizien (Tyrus), zieht nach Ägypten, wo er alsBefreier begrüßt wird; Gründung Alerandrias; Zug indie lybische Wüste bis zum Tempel des Jupiter Ammon(Oase Siwah), wo er für einen Sohn des Zeus erklärt wird.331 Rückkehr zum Euphrat und Sieg über das Perserheer beiGaugamela in der Nähe von Arbela. Die Hauptstädtedes Perserreiches Babylon, Susa, Persepolis, Ekba-tana fallen mit chren unermeßlichen Schätzen in die Händedes Siegers. Darius flieht, von Alexander verfolgt, in dasInnere seines Reiches, wird aber von Bessus, dem Statt-halter Baktriens, ermordet; Alexander läßt diesen zur Strafeans Kreuz schlagen. Alexander beginnt orientalische Sittenund Lebensweise anzunehmen; Entdeckung einer Verschwö-rung: der Feldherr Philotas und sein Vater Parmeniohingerichtet. Alexander heiratet Roxane, die Tochter einesbaktrischen Fürsten, und ermordet bei einem Gelage seinenLebensretter Klitus. In der Meinung, die Ostküste Asiensbald erreichen zu können, unternimmt Alexander327—325 den Zug nach Indien. Er überschreitet den Indus,dringt in das Fünfstromland ein, besiegt den König Porusam Hydaspes, aber am Hyphasis weigern sich die Sol-daten, noch weiter zu marschieren. Er zieht den Indus ab-wärts, teilt an der Mündung das Heer; ein Teil kehrt zurSee zurück, er selbst zieht durch die Wüste Gedrosien undlangt nach großen Leiden und schweren Verlusten in Persien an.Alexander hat den Plan, den Orient zu hellenisieren, Siegerund Besiegte zu einer Nation zu vereinigen und ein großesmacedonisch-persisches Weltreich zu gründen. Er heiratetdie Tochter des Darius, viele Offiziere uns Soldaten erhaltenpersische Frauen. Alexander verlangt göttliche Verehrung;Aufstand des makedonischen Heeres, Entlassung der Veteranen823 in die Heimat. Tod Alexanders des Großen zu Babylon.
II. Die Feit der Diadochen.
Schon zu Lebzeiten Alexanders wird eine Erhebung derSpartaner von Antipater, dem Statthalter Macedoniens,unterdrückt. Bei der Kunde von Alexanders Tode bringtDemosthenes eine Erhebung Griechenlands unter AthensFührung zustande.
Die Griechen sind zuerst siegreich, werden dann aber vonAntipater geschlagen. Demosthenes flieht und tötet sich aufder Insel Kalanria (bei Argalis) durch Gift.
Nach dem Tode Alexanders wird Perdrkkas zum Reichs-verweser ernannt, die übrigen Feldherren erhalten Statthalter-posten; aber bald brechen lange und verwickelte Kämpfe