I. Das Altertum.
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schätze Delphis, werben ein Söldnerheer, dringen verheerendm Thessalien ein, das Philipp zu Hilfe ruft; dieser will durchden Thermopylenpaß in Griechenland eindringen, wird aberdurch eine athenische Flotte daran verhindert. In Athenbekämpfen sich zwei Parteien, die eine unter dem RednerDemosthenes, die andere, makedonische, unter der Führungdes Redners Aschines.
Demosthenes, früh verwaist, überwindet durch außer-ordentliche Willenskraft siegreich die körperlichen Mängel undbildet sich zu einem der bedeutendsten Redner aus. Er trittin dem Prozeß gegen seine Vormünder zuerst auf, widmetsich nach ernsten und tiefen Studien dem Amte eines Advo-katen; als Staatsredner wird er der heftigste Gegner Philipps(philippische Reden); es gelingt ihm nicht, einen allgemeinenKrieg gegen Philipp zu erregen. Dieser erobert trotz atheni-scher Hilfe Olpnth und nimmt Gelegenheit, durch dieThermophlen vorzudringen und im Bunde mit den The-banern die Phocier niederzuwerfen, deren beide Stimmen imAmphiktyonenrate ihm übertragen werden. Hiermit faßtPhilipp festen Fuß in Griechenland.
339—338 Der heilige Krieg gegen die Lokrer von Am-phissa, welche wegen Bebauung des heiligen Ackers in Strafegenommen sind. Philipp, von den Amphiktyonen mit derAusführung des Beschlusses beauftragt, besetzt die böotischeGrenzfestung Elatea. Bündnis Athens und Thebens gegen338 Philipp. Dieser besiegt sie in der Schlacht bei Chäronea,besetzt die Kadmea, bewilligt Athen einen milden Frieden undläßt sich auf der Bundesversammlung zu Korinth zum Feld-herrn der Griechen gegen die Perser ernennen. Ende dergriechischen Freiheit.
Dritte Periode.
Das makedonische Zeitalter bis zur Unterwerfung Griechen-lands durch die Römer (336—146 v. Chr ).
I. Die Kriegszüge Alexanders des Großen.
II. Die Zeit der Diadochen.
I. Die Kriegszüge Alexanders des Großen.
Philipp wird während der Rüstungen zum Perserkriegevon einem seiner Leibwächter ermordet; ihm folgt sein Sohn336—323 Alexander der Große, geb. 366; griechische Bildungdurch Aristoteles (Homer, Achilles); brennende Ruhmbegierde,stürmische Leidenschaft, Jähzorn; ausschweifend im Frieden,mäßig im Kriege; scharfer, klarer Verstand, Klugheit in derBehandlung seiner Soldaten. Alexander zieht nach seinerThronbesteigung nach Korinth, läßt sich den Oberbefehl über-trage», sichert im Norden die Grenzen seines Reiches; aufdie Kunde von dem Abfall Griechenlands erscheint er vorTheben, siegt und zerstört die Stadt.
334 Alexanders Zug gegen die Perser; er seht über den Hellespont,schlägt den persischen Satrapen am Granikus, seine Rettung