I. Das Altertum.
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44 unter. Verschwörung der Republikaner, welche Cäsaram 1S. März 44 im Senate ermorden (Brutus undCassius). Große Verwirrung. Marcus Antonius,der Milkonsul Cäsars, wirft sich als dessen Testaments-vollstrecker auf, während der Großneffe und AdoptivsohnC. Julius Cäsar Octavian der eigentliche Erbe ist.Dieser schließt sich dem Senate an, erhält den Oberbefehlgegen Antonius, den er besiegt; dann aber verbindet er sichmit Antonius und Lepidus zum
43 Zweiten Triumvirat zur Einrichtung des Staates; Proskrip-tionen in Rom; Cicero f.
42 Die Cäsarmörder werden mit ihren republikanischen Heerenbei Philippi besiegt und töten sich. Antonius übernimmtden Orient und geht nach Ägypten, Octavian den Westenund geht nach Italien, Lepidus Afrika. Nachdem OctavianLepidus beseitigt hat, beginnt er
31—30 den Krieg gegen Antonius (dritter Bürgerkrieg), weil dieserdurch seine maßlosen Ausschweifungen das Ansehen desrömischen Volkes erniedrigt, römische Provinzen an Kleopatraverschenkt und die Schwester Oktavians, Octavia, verstoßen
31 hat. Bei dem Vorgebirge Actium an der Westküste Mittel-griechenlands kommt es zur Entscheidungsschlacht, in derdie Flotte des Antonius und der Kleopatra von Agrippabesiegt wird. Das Landheer geht zu Octavian über. Nach-dem sich Antonius und Kleopatra getötet haben, machtOctavian Ägypten zur römischen Provinz, kehrt nachRom zurück und wird Alleinherrscher mit dem TitelAugustus.
III. Periode: Rom als Kaiserreich (30 v. bis 476 n. Chr.).
L. Die julisch-claudischen Kaiser. 1. Augustus (30 v. bis14 n. Chr.). Octavian vereinigt alle obrigkeitlichen Würdenin seiner Person, läßt aber den Senat und die Ämter derRepublik, wenn auch ohne Einfluß, weiter bestehen, ordnetdurch kluge Gesetze und weise Einrichtungen den zerrüttetenStaat, stellt Ruhe und Ordnung im Innern, gerechte Ver-waltung in den Provinzen her. Seine bedeutendsten Beamtensind der Stadtverweser (prasisctus urbi) und der Befehls-haber der Leibwache (praskectus xraetorio). Schaffungeines stehenden Heeres von 23 Legionen. Einteilung der Pro-vinzen in senatorische (beruhigte) und kaiserliche. Dasgoldene Zeitalter der römischen Literatur: Virgil (Nneis),Ovid (Metamorphosen), Horaz (Oden). Nach außen beschränktsich die Politik des Augustus rm wesentlichen auf den Schutzder Grenzen. Seine Stiefsöhne Drusus und Tiberiuserobern die Alpenländer bis zur Donau und Pannonien, dann
12—9 unterwirft Drusus die germanischen Gebiete zwischen Rheinund Elbe, die nach seinem Tode Tiberius behauptet. SemNachfolger, Quintilius Varus, der römisches Recht undrömische Sitten unter den Germanen einführen will (Steuern,