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Geschichtstabelle in zusammenhängender Darstellung
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II. Das Mittelalter.

Konrad von Schwaben, die auf die Krone gehofft hatten,und verbindet sich mit dem Welsen Heinrich dem Stolzenvon Bayern, dem er seine Tochter gibt und Sachsen zusagt.

1134 2 Römerzüge. Lothar belehnt Albrecht den Bären ausdem Hause Askanien mit der Nordmark, der den Titel Mark-graf von Brandenburg annimmt.

4. Deutschland unter den hohenstaufischen Kaisern (11381254).

11361152 Lonrad III., gegen den Welsen Heinrich denStolzen gewählt, dem nach seiner Empörung beide Herzog-tümer genommen werden: Bayern kommt an die Österreicher(Babenberger), Sachsen an Albrecht den Bären. Nach Hein-richs Tode wird sein Bruder Wels bei Weinsberg besiegt(vgl. Chamisso: Die Weiber von Weinsberg); es kommt zumVertrage: Heinrichs des Stolzen Sohn, Heinrich der Löwe,erhält Sachsen zurück und verzichtet auf Bayern. Auf Konradfolgt sein Neffe

11521190 Friedrich Barbarossa, der Heinrich dem Löwen nachdem ersten Römerzuge, auf dem er dem Kaiser zu Rom beieinem Volksaufstande das Leben gerettet hat, auch Bayernwiedergibt, von dem Österreich als selbständiges Herzogtumunter Heinrich Jasomirgott abgezweigt wird. BarbarossasAbsicht, die weltbeherrschende Macht des Kaisertums wieder-herzustellen, führt ihn zum Kampfe mit den lombardischenStädten, an deren Spitze Mailand steht. 5 Römerzüge.Auf dem zweiten wird Mailand erobert und dem Erdbodengleichgemacht; der 3. und 4. Zug erfolglos. Gründung deslombardischen Bundes und Bündnis mit dem PapsteAlexander III. Gründung Alessandrias und WiederaufbauMailands. Auf dem 5. Zuge verweigert Heinrich derLöwe die Heeresfolge, infolgedessen erleidet Barbarossa eine

1176 schwere Niederlage bei Legnano. Frieden mit demPapste zu Venedig, mit den lombardischen Städten zuKonstanz, worin er auf einen Teil seiner Hoheitsrechte ver-zichten muß, aber seine Oberhoheit behauptet. Nach Deutsch-land zurückgekehrt, fordert er Heinrich zur Verantwortungvor einen Reichstag. Da er trotz dreimaliger Aufforderungnicht erscheint, wird er mit der Reichsacht belegt und seinerLehen für verlustig erklärt: Bayern kommt an Otto vonWittelsbach, Sachsen wird zersplittert: ein Teil fälltan das Erzbistum Cöln, ein Teil an Bernhard vonAskanien, den Sohn Albrechts des Bären. UnterwerfungHeinrichs: er behält seine Stammlande Braunschweig undLüneburg, muß aber in die Verbannung (nach England)gehen. Verdienste Heinrichs: 1) er hat das Deutschtum undChristentum in dem slawischen und heidnischen Pommernund Mecklenburg verbreitet; 2) er legt Städte an und fördertihren Handel (München, Lübeck). Auf einem sechsten, fried-lichen Zuge nach Italien vermählt Friedrich seinen SohnHeinrich VI. zu Mailand mit Konstanze, der Erbin dernormannischen Besitzungen in Unter-Italien.