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Geschichtstabelle in zusammenhängender Darstellung
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III. Die Neuzeit.

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zichtet auf die Durchführung des Restitutionsedikts. Dienorddeutschen Fürsten und Städte treten dem Frieden bei.

4. Die schwedisch-französische Periode (16851648).

Frankreich, unter Richelieus Verwaltung, mischt sich inden Krieg und besetzt das Elfaß, während die Schweden unterBaner, Torstenson und Wränget, meist siegreich, Deutsch-land nach allen Richtungen verheeren.

16371657 Ferdinand III., der zum Frieden geneigt ist. Nach jahre-1648 langen Verhandlungen kommt es zum westfälischen Frieden zuMünster mit Frankreich und zu Osnabrück mit Schweden:

Bestätigung des Augsburger Religionsfriedensund Ausdehnung desselben auf dre Reformierten. Für denBesitz der geistlichen Güter wiro das Jahr 1624 als Normal-jahr festgesetzt. Frankreich erhält Metz, Toul, Verdun undeinen großen Terl des Elsaß (ohne Straßburg); Schwedenbekommt Vorpommern mit Stettin und den Inseln, Wismarund die Bistümer Bremen und Verden. Die Unabhängigkeitder Niederlande und der Schweiz wird anerkannt. Braw-denburg erhält Hinterpommern und wird für Vorpommernentschädigt durch das Erzbistum Magdeburg und die Bis-tümer Minden, Halberstadt und Kammin in Pommern.Bayern behält dre Kurwürde und die Oberpfalz, währendder Sohn Friedrichs V. die Rheinpfalz und die 8. Kurwürdeerhält.

Folgen des Arieges: Entvölkerung Deutschlands (von 18auf 7 Mill. Einw.), Verwilderung des Volkes; Verfall desHandels und der Macht der Städte; Niedergang von Kunstund Wissenschaft. Sinken der kaiserlichen Macht, Auflösungder Einheit des Reiches (300 fast selbständige Staaten); Zu-rückdrängen Deutschlands, Emporkommen Frankreichs undSchwedens im europäischen Staatensystem; Nachahmung desfranzösischen Wesens.

Brandenburg bis zur Erhebung zum Königreiche.

Brandenburg ist hervorgegangen aus der Nordmark,die Heinrich I. angelegt hat; Otto I. gründet die BistümerBrandenburg und Havelberg, Lothar von Sachsen gibt1134 die Mark dem Askanier Albrecht dem Bären.11341320 Die Askanier Markgrafen in der Mark Brandenburg;

sie heben und erweitern dre Mark.

13241373 Die wittclsbacher Markgrafen in der Mark, kümmernsich nicht um sie.

13731415 Die luxemburgischen Markgrafen, es herrscht Raubritter-tum und Faustrecht in der Mark. Kaiser Karl IV. kauftdie Mark von Otto dem Faulen und gibt sie seinem Sohne1378 Wenzel; als dieser Kaiser wird, erhält sie sein BruderSigismund, der den hohenzollernschen BurggrafenFriedrich VI. von Nürnberg zunächst zum Statthalter derMark, dann auf dem Konzil zu Konstanz zum Kurfürstender Mark Branoenburg ernennt.