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Geschichtstabelle in zusammenhängender Darstellung
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III. Die Neuzeit.

Prinzessin Elisabeth von Braunschweig. Friedrichwird Oberst in Neu-Ruppin und erhält Schloß Rheinsberg,wo er im Kreise seiner Freunde einige frohe Jahre verlebt.Nach seiner Thronbesteigung exhebt er Ansprüche auf Liegnitz,Brieg und Wohlau, die Österreich eingezogen hat.

17401780 Maria Theresia, die durch die pragmatischeSanktion Karl VI. in Österreich gefolgt ist, verweigert dieHerausgabe; infolgedessen beginnt Friedrich

1740 1742 den ersten Schleichen Lricg. Er erobert Schlesien,siegt bei Mollwitz (Feldmarschall Schwerin) und beiCzaslau-Chotusitz.

1741 1748 Inzwischen ist der österreichische Lrdfolgekrieg aus-gebrochen, da der Kurfürst Karl Albrecht von Bayern diepragmatische Sanktion nicht anerkennt und Ansprüche ausÖsterreich erhebt. Karl läßt sich zum König von Böhmenund in Frankfurt zum

1742 1745 deutschen Lasier Larl VII. krönen. Maria Theresiaschließt mit Friedrich den Frieden zu Breslau, in dem sieihm Schlesien und die Grafschaft Glatz abtritt. Jetzttreten die Ungarn für ihre Königin ein: Karl VII. wirdaus Österreich und selbst aus Bayern vertrieben; Friedrich,besorgt um seine Erwerbung, beginnt

1744 1745 den zweiten Schlestschen Lricg durch einen Einfall inBöhmen und die Einnahme Prags. Rückkehr Karls VII. nachBayern, er stirbt zu München; sein Sohn Maximilian

1745 Joseph verzichtet im Frieden zu Füssen auf die öster-reichische Erbschaft. Friedrich siegt in Schlesien bei Hohen-friedberg, in Böhmen bei Soor, der alte Dessauer inSachsen bei Kesselsdorf. Friede zu Dresden: Bestäti-gung des Friedens zu Breslau.

1745 1765 Franz I-, der Gemahl der Maria Theresia (FranzStephan von Lothringen-Toskana), deutscher Kaiser.

1744 Ostfriesland fällt an Preußen.

17561763 Der Siebenjährige Lricg. Der österreichische MinisterKaunitz bringt eine geheime Koalition gegen Friedrich zu-stande: Rußland (Kaiserin Elisabeth), Sachsen (MinisterBrühl), Frankreich (Ludwig XV., Marquise von Pompadour).England schließt mit Friedrich Subsidienvertrag. Friedricherfätirtvon der Koalition und fällt in Sachsen ein: er schlägt

1756 die Österreicher bei Lobositz in Böhmen, nimmt die Sachsenbei Pirna gefangen und bringt ganz Sachsen in seine Gewalt.

1757 Schweden und das Deutsche Reich treten dem Bündnisgegen Friedrich bei. Er fällt in Böhmen ein und siegt beiPrag (Schwerins Heldentod), erleidet aber gleich darauf eineNiederlage gegen oen österreichischen Feldmarschall Daunbei Kolin; jetzt erscheinen im Osten die Russen, die beiGroßjägerndorfin Ostpreußen den Feldmarschall Lehwaldschlagen; im Westen besiegen die Franzosen Friedrichs Ver-bündete bei Hastend eck unweit Hameln. Friedrich besiegt