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Herzoge der Franken, Sachsen, Schwaben, Bayern undLothringer, welche die Öberherrlichkeit des Königs kaum noch demNamen nach anerkannten. In Westfranken erlosch die Karolinger-herrschaft 987, wo Hugo Capet, der mächtige Herzog der Isle clsKranes, das Königtum an sein Haus brachte. Von ihm stammen alleKönige ab, die Frankreich bis in die neueste Zeit beherrscht haben.
II. Die Normannen.
1. Fahrten und Sta.at eng rund ungen (9. bis 11. Jahr-hundert). — Wie einst die Deutschen ins Römerreich, so fielen jetzt inihre Reiche die ihnen eng verwandten, aber noch heidnischen Bewohnerder dänischen und skandinavischen Halbinseln und Inseln, schlecht-hin Normannen, d. i. Nordmänner, genannt. Kühnere Seefahrerund schrecklichere Seeräuber hat die Welt nie gesehen. Jedes Frühjahrerschienen sie seit dem Tode Karls des Großen auf ihren leichten Schiffenan den fränkischen Küsten, landeten oder fuhren die Flüsse hinauf, umStädte und Dörfer zu plündern und niederzubrennen und die Bewohnerzu morden oder in die Sklaverei zu schleppen. Städte wie Hamburg,Köln, Aachen, Rouen, Paris, Bordeaux u. a. erfuhren ihre Wut. Baldbegnügten sie sich aber nicht mehr mit bloßen Beutezügen: getrieben vonWander- und Abenteurerlust suchte sich manche Schar in der Fremdeeine neue Heimat und legte dort den Grund zu neuen Staaten. — Umdie Mitte des 9. Jahrhunderts setzte der Normanne Rurik mit zahl-reichen Kriegern aus dem Lande „Rus", wie Schweden damals vonden benachbarten Finnen genannt wurde, über die Ostsee, schlug seinenSitz in Nowgorod auf, und stiftete 862 in der Tiefebene zwischenNewa und Oka ein Reich unter den dort wohnenden Slavenstämmen,die von den Fremdlingen den Namen Russen empfingen, währenddiese allmählich unter den Slaven aufgingen. Ruriks Nachkommen, dienach Kiew übersiedelten, haben bis ums Jahr 1600 in Rußland ge-herrscht. — Unzufrieden damit, daß despotische Könige zu Hause die