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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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III Die Götter Griechenlands.

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III. Die Götter Griechenlands.

Die Griechen verehrten viele Götter. Der oberste Gott war Zeus(lateinisch Jupiter). Hoch oben auf dem Berge Olymp (in Thessalien)thronte er als der Allmächtige und Allweise. Nichts konnte ihm ver-borgen bleiben. Er strafte die Bösen und belohnte die Guten. Manstellte ihn bildlich dar als Herrscher mit Szepter und Blitz in den Händenund mit einem Adler zur Seite. Ihm war die stolze Eiche geweiht.Seine Gattin war Hera (lat. Juno), die Beschützerin der Frauen, undsein Bruder hieß Poseidon, der Gott des Meeres, der mit seinemDreizack den Wellen gebot, Stürme auf-wühlte und wieder besänftigte.

Eine vielverehrte Göttin war diePallas Athene (lat. Minerva). Siezeichnete sich vor allem aus durch ihreKlugheit, aber auch durch Mut undSchönheit. Sie stand dem Menschen bei,zu Hause wie in der Fremde, im Kriegwie im Frieden. Sie belohnte Fleiß,

Klugheit und Tapferkeit. Die Griechenstellten sie dar als eine Jungfrau vonüberirdischer Größe und Schönheit, an-getan mit Helm, Schild und Schwert.

Die Eule und der Ölbaum waren ihrheilig.

Im gleichen Rang mit PallasAthene stand unter den männlichenGöttern Phöbus Apollo n. Manverehrte ihn bald als Gott der Heil-kunst, bald als Lehrer des Gesangsund des Saitenspiels. Ihm waren derLorbeer, der Schwan und der Delphin besonders heilig. Ganz andrerArt war sein Bruder Ares (lat. Mars), der als wilder Kricgsgott denSpeer führte.

Die leichtfüßige Jagdgöttin Artemis (lat. Diana) handhabte Pfeilund Bogen, während der plumpe, rußige Hephastos (lat. Vulkanus)als Feuergott in der Tiefe des Ätna die besten Waffen schmiedete. Her-mes (lat. Merkur), der Götterbote, war zugleich Schutzgott des Handelsund Verkehrs. Als schlanker Jüngling trug er auf dem Haupt einenReisehut, an den Füßen Flügelchen und Sandalen. Seine Hand hielteinen Stab. Den Helios (lat. Sol) verehrten die Griechen als Sonnen-gott. Selene (lat. Luna) hieß die Mondgöttin.

Alle diese Gottheiten nebst vielen andern erfreuten sich einer ewigenJugend. Sie waren auf dem Olymp um Zeus versammelt, aßen vomGötterbrot (Ambrosia) und tranken den honigsüßen Nektar. Sie lauschten

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