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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Bilder aus dem Altertum.

«. Regierung und Jugend-erziehung in Athen.

Schwerbewaffnete im Feld erscheinen. Die Bürger der untersten Klaffenwaren von Kriegs- und Steuerlasten fast ganz befreit. Ein GesetzSolons gebot, daß niemand von den Toten Übles rede; ein anderesverbot, den Verbrecher völlig zu verstoßen.

' Nach Solons Gesetz sollte jeder Bürger, der- das zwanzigste Altersjahr zurückgelegthatte, fleißig an der Volksversamm-lung teilnehmen. Hier stand es jedem frei, seine Meinung zu sagen.Hier wählte das athenische Volk seinen Großen Rat (400 Mitglieder)und seine nenn Regier nngsräte (Archvnten). Eine gute Jugend-erziehung lag Svlon sehr am Herzen. Die Knaben sollten aber nichtnur Krieger werden, wie in Sparta, sondern vollkommene Men-schen, welche Sinn haben für alles, was gut und schön ist. In Athenblieb das Kind bei den Eltern. Der Staat schrieb nur vor, daß jedesschreiben und lesen lerne. Mit Lust und Eifer lasen die Knaben dieGedichte Homers. Daneben stählten sie ihre Gesundheit und Körper-kraft auf den Turnplätzen (Gymnasien). So wurde der FreistaatAthen und sein gebildetes Volk ein Vorbild für alle Griechen.

Vergl. Leseb. 3. Bd. S. 140Sitte und Lebensweise der alten Athener".

V. Die H'erserkriege.

1. Ausvreitnngdes Griechentum-

Schon früh ließen sich Griechen an der WestküsteKleinasiens nieder und legten hier viele Städtean, unter denen Milet besonders berühmt wurde,besiedelten sie die Küsten des Schwarzen Meeres. Diehaben dort gegen 80 Niederlassungen oder Kolonien

Von hier ausMilesier allein

gegründet. Selbst in Nvrdafrika und iin fernen Spanien entstanden griechische Kvloien. Auf der Insel Sizilien bauten sie neben vielen andernStädten das große Syrakns. In Süditalien wimmelte es so vongriechischen Kolonien, daß man es Grvßgriechenland nannte. Ander Rhonemündung entstand die Griechenstadt Massilia (Marseille). DieGriechen in der Fremde vergaßen doch niemals ihre Heimat. Von weit-her reisten sie zu den Festspielen, die alle vier Jahre zu Olympia imPeloponnes stattfanden.

An den Ufern des .Euphrat und Tigris lebtenschon im grauen Altertum wvhlgebildete Völker. In

der großen Stadt Babylon gab es schon vor 4000 Jahren Schulenund geschriebene Gesetze. Sie lag am Euphrat und war die Hauptstadtdes mächtigen Reichs Babylvnien. Die Riesenstadt Ninive am Tigriswar das Haupt von Assyrien. Bon diesen beiden großen Städten