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V. Die Perserkriege.
sind heute nur noch Schutthügel übrig geblieben. Doch verdanken wirden Babyloniern viel Nützliches: die Kunst des Rechnens, die Zeiteinteilung,die Kalender- und Sternkunde, auch Maße und Gewichte. Zum Schreibenbedienten sie sich der Keilschrift. Von Osten kam der PerserkönigCyrus und machte sich das ganze Morgenland Untertan, von Indienbis nach Kleinasien und Ägypten. Auch die Griechen Kleinasiens mußtenihn als ihren Herrn anerkennen.
-. Kurz vor dem Jahre 500 v. Chr. suchten
Kleinasien erheben sich. ! die Griechen tn Klemasten das harte per-s Per Krieg bricht los. - sische Joch abzu-
. . . . werfen. Ihre
Stammesbruder im Mutterland unterstütztensie. Die Athener schickten ihnen 20 Kriegs-schiffe zu Hilfe. Milet wehrte sich jahre-lang mit Heldenmut. Es unterlag derÜbermacht und ivurde vernichtet. Was dieAthener getan, blieb dem Perserkönig nichtverborgen, er schwur ihnen Rache. Einerstes persisches Heer, das in Attika landete,schlugen die Athener ganz allein 490 beiMarathon. Lerxes rüstete von neuemzehn Jahre lang. Ein Sklave mußte ihmtäglich zurufen: „Herr, gedenke der Athener."
Im Frühjahr 480 überschritt sein Riesen-heer während sieben Tagen und sieben Näch-ten den Hellespönt. Es zählte angeblich
1,700,000 Krieger. Dazu erschien im ägäischen Meer eine Flottevon 1200 großen Kriegsschiffen. Doch auch die Athener waren zurSee gerüstet. Auf den Rat des klugen Themistokles hatten siesich 200 neue Schiffe gebaut.
- 480 v. Chr. Bald entbrannte der Krieg zu Land
- und auf dem Wasser. Da war ein Engpaß zwi-
.- scheu hohen Bergen und dem Meer, genannt die
Thermophlen. Hier erwartete der spartanische König Leonidasdie Perser. Als Xerxes in stolzer Verachtung dem kleinen Häufleinder Griechen die Waffen abforderte, sagte Leonidas: „Komm undhole sie!" Alle Angriffe der Perser wurden zurückgeschlagen. Endlichfand sich ein Verräter, der ihnen übers Gebirg'eine Umgehung zeigte.
: '4. Pie Schlacht bei- ^ den Wermopylcn.