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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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VI. Die Akropolis.

Mit feurigen Worten mahnte Themistokles die Seinen, unverzagtzu sein. Mit größtem Mut und Geschick griffen sie den übermächtigenFeind an. Auf einem Thronsessel am Ufer saß Terxes und wollte denSiegestaten seiner Flotte zuschauen. Er mußte nun sehen, wie diesevon den Griechen geschlagen wurde. Er kehrte mit dem größten Teilseiner Truppen nach Kleinasien zurück. Den Rest überwanden dievereinigten Athener und Spartaner im nächsten Jahr bei Plataia.

6. Ende des ^erserkrieges.

Der attische Seebund.Mlüte Athens. Mürgerkrieg.

Nunmehr gingen die Athener zum Angriffüber. Der tapfere Kimon führte ihreFlotte zu

neuen

Siegen. Sie ruhten nicht, bis auch ihreBrüder in Kleinasien vorn Druck der Per-ser befreit waren. Hunderte von Küsten-städten und Inseln schloffen sich Athen an.

Der redliche Aristeides gab diesem at-tischen Seebund eine treffliche Ordnungoder Verfassung. So beherrschte Athen dasägäische Meer. Durch Handel und Gewerbe,

Kunst und Wissenschaft blühte es herrlichauf. Noch heute beweisen die TempelruinenAthens, besonders die Akropolis, wievollendet seine Baukunst war. Der Bild-hauer Phidias schuf die schönsten Götter-bilder. Am Abhang des Burghügels brei-tete sich ein weiter Theaterraum aus. Hierhörte und sah das Volk unter freiem Him-mel die Schauspiele eines Sophokles. Dieschönsten Tage für Athen war die Zeit, dader hochgesinnte Perikles den Freistaatleitete. Da erwachte der Neid Spartas

und der andern peloponnesischen Staaten. Ein grimmiger Bürgerkriegbrach los. In diesem peloponnesischen Krieg litt Athen unendlichviel Schaden. Sein Seebund zerfiel. Doch unverwelklich blieb der Ruhmseiner Schulen, seiner Dichter, Künstler und Gelehrten.

perikles.

VI. Aie AkvopoLis.

Akropolis bedeutet Oberstadt, Bergfestung. Fast jede Stadt hatteeine solche Burg für die Zeiten der Not. Die Akropolis ist zu allenZeiten Festung geblieben. Kimon schirmte sie gegen Süden und Westenmit einer gewaltigen Mauer. Perikles verwandelte sie dann in dieschönste Tempel- und Götterburg. Herrlich war es anzuschauen, wenn