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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Bilder aus dem Mittelalter.

mit dem Schwert in der Hand über Persien, Syrien, Palästina undÄgypten. Sie bauten gewaltige Moscheen in Bagdad, Damaskusund Kairo, wo die Herrscher saßen. Sie trugen die neue Lehre überNordafrika hin bis nach Spanien. Ja, sie setzten sogar über die Pyre-näen. Ihre Reiterschwärme drangen ins Frankenreich ein. Allein derHausmeier Karl Martel schlug sie 732 bei Tours und Poitiersaufs Haupt. Sie wichen nach Spanien zurück, wo lange Zeit ein Kali-fat bestand.

Vgl. Leseb. 1. Bd. S. 157 „Altalamannischer Götzendienst". 398 „Sankt Fridolin". 399 „Moham-meds Flucht". 2. Bd. S. 243 „Aus Ekkehard". 3. B. S. 215 „Die germanischen Feste".

VII. Karl der Krotze.(768—814.)

l. Karls Worsahren.

: Von Karl Martel ging das Hausmeierarnt imFrankenreich an seinen Sohn Pipin über. Das

war ein kleingewachsener, aber riesenstarker Mann. Hausmeier wollteer nicht mehr länger bleiben, sondern König werden. Beim Papstin Rom fragte er an: „Wer soll König im Lande sein? Der, welchermüßig zu Hause sitzt oder der, welcher die Lasten des Reiches trägt?"Die Antwort lautete: „Der, welcher die Lasten trägt, kein anderer!"Das machte die Großen des Reichs willig, Pipin den Kleinen(oder Kurzen) zum Kvnig auszurufen. Der Papst kam in Personüber den großen St. Bernhard geritten und salbte Pipins Stirn zuReims mit dem heiligen Öle. Zum Dank dafür unternahm Pipinspäter einen Heereszug über die Alpen, befreite den Papst voll allenFei,eben und schenkte ihm ein großes Landgebiet. So entstand derKirchen st aat, dessen weltlicher Fürst der Pap st war. Pipin starb768, und sein Sohn Karl übernahm die Herrschaft.

Karl war von breitem, kräftigem Körperbau. Ersieben seiner Füße, trug Helles Haar undbegegnete jedermann mit einem freundlichen, heitern Gesicht. SeineErscheinung, mochte er sitzen oder stehen, bot immer einen höchstwürdigen Anblick. Voll männlicher Kraft schritt er einher, hell klangseine Stimme, und eisern war seine Gesundheit bis ins hohe Alter.Er war nicht minder stark als sein Vater. Ein Hufeisen zerbrach ervon Hand wie Brotrinde. In allen Leibesübungen, Fechten, Reitenund Schwimmen, tat es ihm keiner gleich. Er kleidete sich nach vater-ländischer, d. h. fränkischer Weise, trug Hemden von Leinwand, die

2. Sein Aussetzen.

maß