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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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VIII. Das Kloster St. Gallen.

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VIII. Scrs Kloster St. Kalten.

^ l.Vom^cöner"ündk Schon früh gab es in der Christenheit Leute, die: ' Wönchswesen. ^ sich gern in die Einsamkeit zurückzogen, um dortl Die Benediktiner, k ungestört an Gott zu denken und zu ihm zu beten.

. . . Dem Weltleben und aller Lustbarkeit entflohen sie

und lebten für sich allein als Einsiedler. Im Morgenland warendiese am zahlreichsten. In einem engen Felstal zwischen Kairo und demRoten Meer, wo an einerQuelle ein Paar Palmenwuchsen, vereinigte der hei-lige Antonius einige die-ser Einsiedler in einem um-mauerten Gebäude (clau-strum). Ein jeder bewohntedarin seine Zelle. Das wardas erste Kloster. Auchim Abendland erhob sichein Kloster nach dem an-dern. Der fromme ItalienerBenedikt stellte für dieKlosterleute oder Mönche(mvnachi Einzellebende) ei-nige kluge Lebensregeln auf.

Wer diese hielt, gehörte zumOrden der Benediktiner. DieMönche waren Männer,welche gelobt hatten, ihrenObern stets zu gehorchen,nie zu heiraten und für ihrePerson stets arm zu bleiben.

Sie durften das Kloster niewieder verlassen, nannteneinander Brüder und trugeneine besondere Tracht, dieMönchstracht. Diese bestand aus Hemd, schwarzer Kutte, Überwurfoder Schulterkleid, Strümpfen und Schuhen. Der Scheitel des Haupteswar kahl geschoren. Ihr Vorsteher war der Abt. Daher wurde dasKloster auch Abtei genannt. Der Abt führte als Zeichen seiner Würdeden Abtstab. Sein Stellvertreter war der Probst oder Nrior. DerKämmerer sorgte für die Kleider, der Cellarius oder Kellner fürdie leiblichen Bedürfnisse der Klosterleute. Das älteste aller schweizerischenKlöster ist die Abtei St. Moritz im Wallis. Ein burgundischer Königstiftete es an der Stätte, wo die Thcbäer den Tod erlitten hatten. Nochberühmter wurde das Kloster St. Gallen.

8t. galler Mönch.