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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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67
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IX. Die deutschen Kaiser. 67

Heinrich nicht in Jahresfrist vom Banne los sei, würden sie einenandern König wählen.

4. Die Iiahrt nachKanossa IV77.

Mitten im Winter 1076/77 machte sich Hein-rich IV., begleitet von seiner treuen Gemahlin,aus den Weg. Er überschritt den Mont Cenis-Paß unter vielen Gefahren. Gregor war eben auf dem Weg nachDeutschland. Er zog sich vor Heinrich auf das feste Schloß Canossazurück. Leicht hätte Heinrich ein Heer gegen ihn aufbieten können.Die Lombarden boten ihm Hilfe an; aber er wies sie ab, er wollte nurvom Banne loskommen. Im härenen Büßerkleid erschien Heinrichbarfuß und barhaupt vor dem Schloßtor von Canossa. Erst amdritten Tag gab Gregor den Bitten seiner Freunde nach und ließden Büßenden eintreten. Dieser warf sich ihm unter Tränen zuFüßen. So tief hat sich ein deutscher König erniedrigt. Gregorsprach ihn dann vom Banne los. Heinrichs Demütigung ivar eingewaltiger Sieg der Kirche. Ihrem Worte untreu, wählte ein Teilder deutschen Fürsten trotzdem einen Gegenkönig. Ein wütenderBürgerkrieg entbrannte, aber Heinrich blieb Sieger. Dann zog ernochmals über die Alpen, diesmal mit einem großen Heere. Errückte vor Rom, setzte einen neuen Papst ein und ließ sich zumKaiser krönen. Gregor hielt sich in der Engelsburg verschanzt. Dortholten ihn die tapfern Normannen, ein seefahrender Germanenstamm,der Süditalien erobert hatte. Er lebte unter ihrem Schutz bis 1085und starb zu Salerno.

e Auf einem Hügel des Schwabenlandes stand! die Burg Hohenstaufen. Die Staufenund Friedrich n. : wurden Herzoge von Alamannien, undKonrad III. war der erste deutsche Kaiser

aus diesem Hause. Die mächtigen Welsen, die Herzoge im Sachsen-land, führten Krieg wider ihn. Dem Kaiser trotzte langezeit dasStädtchen Weinsberg. Endlich ergab sich die Feste. Konrad hattegeschworen, keinen der Verteidiger am Leben zu lassen. Die Frauenaber sollten am Leben bleiben, und jede durfte von ihren Schätzen,was sie am liebsten hatte, davontragen. Das Tor öffnete sich, und siehe,jede Frau oder Tochter trug ihren Mann oder Liebsten heraus. Konradhielt Wort; er begnadigte sie alle. Sein Nachfolger war Friedrich I.,