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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Wie Bern und die Eidgenossenschaft gegründet wurden.

Bürgergemeinde fest zusammen. Diese erhielt twm Gründer ihreStadtordnung. Sie wählte frei aus ihrer Mitte den Schult-heißen und den Rat, welche innerhalb des Stadtbanns regiertenund richteten. Als Herzog Berchtvld IV. von einem Feldzugeheimkehrte, den er mit Kaiser Barbarossa nach Italien unternommenhatte, gründete er auf einer selsumgürteten Halbinsel der Saane dieStadt Freiburg im Uechtland. Er und sein Sohn Berch-told V. festigten in gleicher Weise auch Burgdvrf, Thun, Laupen,Gümmenen, Jferten u. a. burgundische Plätze. In diese Kette vonFestungen fügte Berchtold V. im Jahr 1191 das letzte und wich-tigste Glied ein, die Stadt Bern.

j ""Hünduu ^ ^ wird berichtet, Berchtold V. habe den greisen: Acrns ^ Barbarossa auf dem Kreuzzug begleitet. Bei seiner

§. . . . Heimkunft im Jahr 1190 traf er die burgundischen

Lande in Hellem Aufruhr. Zu Burgdorf sammelte er nun ein starkesHeer und überschritt die Aare bei Aarberg. Dort stand die einzigeBrücke zwischen Thun und Svlothnrn. Dann schlug er die Empörerbei Peterlingen aufs Haupt und warf auch den Adel des Ober-landes nieder. Diesen Sieg pries er in einer Inschrift, die er überdem Tor zu Burgdorf anbringen ließ: „Berchtold, Herzog von Zäh-ringen, der die Burgunder schlug, erbaute dieses Tor." Im Frühlingdes Jahres 1191 schritt er zur Gründung Berns. Ein wichtigerFlnßübergang sollte durch ein neues Bollwerk gesichert werden.Gleichzeitig sollten die wohl angebauten Gegenden zwischen der Aareund der Sense Gelegenheit erhalten, ihre Erzeugnisse auf den Marktzu bringen. Auf dem östlichen Ende eines Hügels, den die Aareauf drei Seiten umfließt, stand damals die kleine ReichsburgNydeck mit einigen Hofstätten, die sich untenher an sie anlehnten,der Stalden. Hinter der Burg hügelaufwärts rauschte ein dichterEichwald. Der wurde nun gefällt, und aus dem Stammholz wurden dieneuen Häuser aufgebaut. Die Zimmerleute sollen die Axthiebe mit demSprüchlein begleitet haben: „Holz, laß dich hauen gern, die Stadtsoll heißen Bern." Eine alte Chronik erzählt, Berchtvld habe seinenDienstmann Kuno von Bnbenberg beauftragt, die Stadt zubauen. Er sei sehr zornig geworden, als er sah, wie Bubenberg denMauerring doppelt so weit gezogen hatte, als ihm befohlen war,nämlich bis hinauf, wo jetzt der Zeitglvckenturm steht, statt nur zurheutigen Kreuzgasse. Der Dienstmann beschwichtigte aber seinen