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II. Die Reichsstadt Bern und Rudolf von Habsburg.
Zorn und Versprach, es werde in kurzer Zeit der ganze Raum be-hauset sein. Und so geschah es auch. Bern ist wie auf einen Schlagdurch das Wort eines mächtigen Fürsten entstanden. Gleich vonAnfang an hatte es eine ansehnliche Größe und eine sehr zweckmäßigeAnlage. Es wurde besetzt und bewehrt von einer tapfern Bürgerschaft,von Hörigen, Freien und adeligen Dienstmannen des Her-zogs. Wo die Aare den natürlichen Schutz nicht geivährte, da schloßeine doppelte Ringmauer die Stadt nach Westen ab. Der Zeit-glocken war der Torturm. Von hier lief über die Mitte des Hügelsdie Hauptgasse abwärts; man nannte sie damals Marktgasse. In-mitten dieser Gasse war ein hölzernes oder steinernes Kreuz er-richtet, das Wahrzeichen des Marktsriedens. Es bezeichnete die Din g-stätte des alten Bern. Hier hielt man öffentlich Gericht. Hierversammelten sich die Bürger vor dem Auszug ums Stadtbanner.Berchtold V. liebte die deutsche Heldensage. Er bewunderte Dietrichvon Bern. Seine Vorfahren waren einst Markgrafen von Verona(Welsch-Bern) gewesen. Darum wohl gab er der neugegründetenStadt den Namen Bern (Deutsch-Bern in Burgund). Wegen desAnklangs im Namen nahm Bern den Bären in sein Siegel. Sowurde der Bär das Wappentier Berns. (Sage von der BärenjagdBerchtolds im Eichwald). Der Gründer Berns besaß so großes An-sehen im Reich, daß ihn die Fürsten zum König wählen wollten.Doch gönnte er das schwere Amt gern einem andern. Er starb imJahr 1218 und wurde mit Helm und Schild als letzter seines Ge-schlechts im Münster zu Freiburg im Breisgau begraben.
! 1. Die Kralen von: Kivnrg und Hras^ T>cter von Savoyen.
II. Die HIeicHsstcrdt Weru und Hludol'f von Kcrbsöurg.
Bern war auf Reichsbodeu gegründet worden.Es fiel nach dem Erlöschen der Zähringer nichtderen Erben, sondern dem Reiche zu. KaiserFriedrich II., der Enkel Barbarossas, ver-lieh Bern alle Rechte einer freien Reichsstadt. Nicht so glücklichwaren Freiburg, Thun und Burgdorf. Als zähringische Eigen-güter kamen sie in den Besitz des Grafen von Kiburg, derenStammschloß an der Töß, nahe bei Winterthur, stand. So waren dieKiburger die reichsten Herren im Land geworden. Als nach demTode Friedrichs II. eine lange, kaiserlose Zeit eintrat, gelüstete es die