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Wie Bern und die Eidgenossenschaft gegründet wurden.
Es war wieder ein Richter im Land. Rudolf merkte aber wohl, daßein König ohne eine große eigene Hausmacht kein rechtes Ansehenunter den vielen Landesfürsten im Reich besaß. So fuhr er fort,seinen Eigenbesitz zu vermehren. Den größten Gewinn brachte ihmsein Krieg und Sieg wider den König Ottokar von Böhmen.Dieser reiche Fürst trug deutsche Lande zu Lehen, Österreich,Steiermark und Kärnthen. Dennoch wollte er Rudolf nicht huldigen,d. h. ihm den Eid der Treue schwören. Er hatte gehofft, selber Königzu werden. Er kleidete sich aufs prächtigste und verachtete den Habs-burger im einfachen, grauen Wams. Rudolf zog gegen ihn und besiegteihn auf dem Marchfeld unweit Wien. Ottokar kam ums Leben. MitWillen der Kurfürsten übertrug nun Rudolf die erledigten deutschenLehen seinem Sohne Albrecht. Dieser trat in den Stand einesReichsfürsten. Damit war die Macht der Habsburger an der Donaubegründet. Wien wurde ihr Mittelpunkt, die Hauptstadt Österreichs.
Gute Freundschaft herrschte zwischen Bern undbestätigt die Merner : Rudolf m den ersten zehn Jahren ferner Re-Kandfeste 1274 . : gierung. Im Jahr 1274 kam er nach Basel
. und bestätigte hier alle Rechte der Stadt Bern.
Diese waren aufgezeichnet in einer großen Urkunde auf Pergament,woran ein Siegel aus Goldblech hing. Man nannte dieses Schriftstückdie g oldene Handfeste. Sie enthält die Verfassung und Stadt-ordnung des alten Bern. Es steht in ihr geschrieben, daß dieBurg Bern und alle ihre Bürger auf immer in des Reiches S chirmaufgenommen seien. Außer der Neichssteuer sollen sie von allenSteuern und Diensten frei sein. Sie sollen die Münze frei habenund einen Markt von je acht Tagen im Frühjahr und im Herbst (Münz-und Marktrecht). Sie sollen auch Lehen annehmen, d. h. das Stadt-gebiet erweitern können. Ihren Schultheißen, Leutpriester,Schulmeister, ihre Räte und Beamten dürfen sie frei wählen.Freier Kauf und Verkauf ist ihnen gestattet. Wenn ein Leib-eigener, der in die Stadt kommt, innert Jahresfrist nicht zurück-gefordert wird, so soll er frei in der Stadt wohnen. Alle Bürgerhaben gleiche Rechte. Mit dem löten Altersjahr wird der jungeBürger wehr- und stimmfähig. Er schwört, der Stadt und demReich alle Treue zu bewahren. Die Handfeste sagte auch, welcheStrafen die fehlbaren Bürger zu erleiden hätten.