HO Wie Bern und die Eidgenossenschaft gegründet wurden.
urner, Schwyzer und Unterwaldner rasteten dort iin Schattendes Meierhvlzes. Es war ein heißer Sommertag. Die nach Südengeneigte, unebene Halde mit den vielen Gräben, Hecken und Wald-bäumen schien dem Herzog für eine Reiterschlacht nicht geeignet zusein. Er ließ die Ritter vom Pferd steigen. Zu Fuß, Mann nebenMann, init vorgehaltenen Speeren, bildeten sie das Vordertreffen.Panzer und Helme glitzerten in der Svnne.
.................................. ^ die Eidgenossen Krieqsrat gehalten,
^. suchten sie unter lautem Schlachtgeschrei in
Keilform den breiten Eisenwall der Ritter zu durchbrechen. Doch mitihren kurzen Schlagwaffen, den Hellebarten nnd Morgensternen, erreichtensie die Ritter nicht. Wohl zerschlugen sie einige der Spieße; doch warendiese bald durch andere ersetzt. Schon lagen 60 tapfere Eidgenossenin ihrem Blut, unter ihnen der Schultheiß Gnndol dingen vonLuzern. Unter lautem Raffeln bewegte sich die breite Eisenmauerihnen gegenüber. Sie schickte sich an, ihren kleinen Hansen zu um-fassen. Da änderten die Eidgenossen ihre Art des Angriffs. Sieließen von dem Spitz. Front gegen Front, jeder Hanfe der ein-zelnen Waldstätte gradaus, stürmten sie, nur ihr Leben unbekümmert,auf den Feind los. Da, wo die Unterivaldner kämpften, trat Arnoldvon Winkelried hervor: „Eidgenossen, sorget für mein Weib undmeine Kinder. Ich will euch eine Gasse machen!" So rief er, umfaßteeinen Arm voll feindlicher Spieße und drückte sie todwund zu Boden.Blitzschnell drangen seiire Genossen in die Lücke ein. Hageldichtprasselten ihre Streiche aus die funkelnden Helme und Panzer nieder.Entfliehen konnten diese Gepanzerten nicht. Manche erstickten bei derJulihitze in ihren Rüstungen. Das Banner Österreichs sank, undder Herzog fiel, tapfer kämpfend, inmitten der Seinen. Der Arm derEidgenossen traf auch die Bürger der aargauischen Städte. Unwider-stehlich trieben sie auch das Fußvolk in die Flucht. Von den 2000gefallenen Österreichern waren 600 vom hohen Adel. Die Eid-genossen betrauerten 120 Tote. Den Feind verfolgten sie nicht,blieben aber nach altem Brauch drei Tage auf dem Schlachtfelde.
Viele der gefallenen Ritter fanden ihre Grabstätten, im Kloster Königs-felden. Air der Stelle, wo Leopold gefallen, ist eine Kapelle erbautworden. Unweit davon steht auf einem Granüblvck zu lesen: „Hier hatWinkclried den Seinen eine Gasse gemacht 1386." Die Unterwaldnerhaben ihrem Helden zu Stans ein prächtiges Denkmal errichtet. Jedes