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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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II. Der alte Zürichkrieg.

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es wäre am besten, wenn Uznach und Gasterland von beiden Orten ge-meinsam regiert würden. Jetzt war es zu spät. Die Zürcher warennun auf die Schwyzer und Glarner, Uznacher und Gasterländcr so er-bittert, daß sie ihnen allen den Besuch ihres Marktes verboten. DieseSperre verschärfte die Feindschaft. Wegen Mißernten herrschte Hungers-not im Land. Alle Versuche, zwischen den hadernden Brüdern zu ver-mitteln, blieben fruchtlos. Die Schwyzer und Glarner erschienen imJahr 1440 bewaffnet oben am^Etzel. Mit 6000 Mann kam Stüßiauf vielen Schiffen den See herauf gefahren und landete zu Pfäffikon.Zum großen Schrecken der Zürcher erschienen nun auch die Banner derandern Waldstätte und schloffen sich den Schwyzern an. Die Zürcherhatten geglaubt, die andern Eidgenossen würden sich nicht in den Streiteinmischen. Sie eilten auf ihre Schiffe und fuhren seeabwärts. DieSchwyzer und ihre Freunde plünderten die Dörfer des linken Seeufersund vereinigten sich mit den Heerhaufen, die von Luzern, Zug und Bernheranzogen. So stand Zürich ganz allein. Es mußte Frieden schließen undden Schwyzern die Höfe am See abtreten, Pfäffikon, Hürden,Wollcrau und die Insel Ufenau.

Zürichs Mund mitÖsterreich.

Nicht nur keinen Anteil ant Tvggenburger Erbei hatte Zürich erlangt, auch vom eigenen Gebiethatte es eingebüßt. Es war ihin bitter Unrecht

geschehen. Denn niemals sollten Eidgenossen auf Kosten anderer Eidge-nossen Eroberungen machen. So tief empfand Zürich diese Kränkung undDemütigung, daß es 1442 mit Österreich einen Bund schloß. Esverband sich mit dem Erbfeind, der immer bereit stand, um die Eid-genossenschaft zu vernichten. Damit beging Zürich ein noch größeresUnrecht, es war ein Abfall von den feierlich beschwvrnen Bünden.Kaiser Friedrich III. kam in Person nach Zürich, wo er mitJubel empfangen wurde. Rat und Zünfte leisteten ihm den Eid undsteckten sich Pfauenfedern auf die Hüte, das Abzeichen des habs-bnrgischen Adels. Sie vertauschten das weiße eidgenössische Kreuzmit dem roten der Österreicher. Der Kaiser gab ihnen einen Ober-anführer und ließ eine österreichische Besatzung in der Stadt zurück.Vergeblich schickten die Eidgenossen Gesandte nach Zürich, um esvon seinem Sonderbund abzubringen.

Mit ganzer Kraft griffen die Eidgenossenihren Erbfeind und die Zürcher an. Sieerstürmten die zäh verteidigte Hirzel-schanze oberhalb Wädenswil. Den Haupt-schlag versetzten sie ihnen unter den Torender Stadt bei St. Iakob an der Sih l.

5. Aas Kriegsjahr 1443.St. Aakov an der Sikl.Kreisen sie.

Die Mekagerung Zürichs1444.