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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Geschichte der Eidgenossenschaft im 15. Jahrhundert.

II. Aev alle Aürichkvieg.

Die Habsburger konnten es nicht so bald vergessen,

I. Meuc Gefahr vom : die Eidgenossen ihnen ihr Stammgebiet, den

Kauft Kavsvurg. entrissen hatten. Kein Verlust schmerzte

: 2. Die Arfache des Streits. :: Pas Hoggenvurgcr Gröe. :: Aznach und Gasterland. :

sie so sehr wie dieser. Sie verloren ihn zu einer Zeit der Ohnmacht.Als sie dann wieder erstarkten, forderten sie zurück, was sie verlorenhatten. Nach Sigismuuds Tod kam wieder ein Habsburger aufden deutschen Kaiserthrou, Friedrich III. Der war von Anfangau ein Feind der Eidgenossen. Er anerkannte weder ihre Freibriefe, nochihre Bünde. Die Gefahr für die Schweiz war umso größer, als ebenunter den Schweizern selber ein böser Hausstreit losbrach. Schwyz,der kräftigste der Läuderorte, geriet in heftigen Zwist mit der ReichsstadtZürich. Zwei ehrgeizige Männer, die sich haßten, leiteten damals diebeiden Gemeinwesen, der klug berechnende Landammann Jtal Redingund der jähzornig dreinfahrende Bürgermeister Rudolf Stüßi. Dererste Bürgerkrieg unter den Eidgenossen entbrannte.

Friedrich VII., der letzte Graf vonTvggenburg, war nicht einer der Ade-ligen, die ihr Gut Stück um Stück verlorenund verkauften, im Gegenteil, er dehnte seinenBesitz immer weiter aus bis tief ins Bündnerland hinein. Er, einFreund der Zürcher und zugleich der Schwyzer, erweckte in beidendie Hoffnung, daß ihnen ein Teil vorn toggenburgischen Erbe zufallenkönnte. Leider richteten sich die Blicke der Zürcher und der Schwyzerauf ein und dasselbe Gebiet. Es war der Landstrich zwischendem obern Zürchersee und dem Walensee, die Herrschaft Uzn ach unddas Gasterland. Durch dieses Gebiet ging die Handelsstraße, dievon Zürich nach dem Bündnerland und seinen Bergpässen führte. Eswar begreiflich, daß die Zürcher es heftig begehrten. Doch nicht minderdie Schwyzer, die, auf drei Seiten von eidgenössischen Orten umgeben,nur nach dieser Richtung hin neuen Besitz erwerben konnten. GrafFriedrich starb 1486, ohne in einem Testament bestimmt zu sagen, wemdie streitigen Lande zufallen sollten.

Jtal Reding leitete die Sache seines Landesso verständig und besonnen, daß die Schwyzerbald weit im Vorspruug waren. Die Uznacherund Gasterländer wollten auch lieber schwyze-risch, denn zürcherisch werden. Als Stüßi inihr Land kam, wollten sie ihm durchaus nicht

: 3. Der erste Zusammenstoß.Die andern Kidgenolfentreten auf die Seite vonSchwyz. Zürich verliertdie Köfe am See-

huldigen. Schwyz aber schloß ein Landrecht mit den Erben des Toggen-burgers ab. Dann kaufte es ihnen zu billigem Preis die HerrschaftUzn ach und das Gasterland ab. Es ließ auch die Glarner teilnehmen am Besitz der beiden Gebiete. So rächte es sich, daß Zürichnie auf den Rat der andern Eidgenossen hören wollte, welche sagten,