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Geschichte der Eidgenossenschaft im Anfang des 16 . Jahrhunderts.
deren Seite sie im Burgunderkrieg kämpften. Am Schmabenkriegblieben sie unbeteiligt; doch litt die Stadt gleichwohl schwerenSchaden. Der Rat twn Basel erkannte, daß die Stadt ihre volleSicherheit nur im Bund mit den Eidgenossen finden würde. Bernstand kräftig dafür ein, daß Basel als vollberechtigter Ort inden Schwcizerbund aufgenommen werde. Am Heinrichstag, den13. Juli 1501, ritten die Boten der Eidgenossen zur Feier des Bundes-schwurs in die Stadt ein. Die Knaben riefen jubelnd: „Hie SchweizerGrund und Boden samt den Steinen in der B'setzi!" Im folgendenMonat trat noch ein anderer Ort in den Bund, ein zweiter Brücken-kopf am Rhein. Es war Schaff Hausen. Die zwei neuen Orteschloffen sich den Eidgenossen an, ohne Bündnisfreiheit zu er-halten. Sie hatten aber die ehrenvolle Pflicht, bei Streitigkeitenunter den Eidgenossen den Frieden zu vermitteln. Auch kamenbeide nicht mit leeren Händen, sondern waren umgeben mit einembescheidenen Landgebict.
Vergl. Lcscb. 1. Bd. S. 227 „Der Bundesschwur in Basel". S. 429 „Schweizer und Lands-knechte". 2. Bd. S. 411 „Johann lLhaldar". S. 576 „Aus dem Schaffhauscr Festspiel". 3. Bd. S. 243„Rede an der Calvenfeic^ in Chur".
X. Die KeerfcGrten der Schweizer nach Italien.
1. Die Kranzosen erobern dieLombardei.
Die Matdllätte gewinnen dieHerrschaft Metten; 1503.
Schon früh lockte es die Alpensöhnehinunter in das schöne Italien.Eidgenossen brachten nicht nur ihrVieh auf die Märkte des Südens,sondern traten auch öfters in dieSold dienste der Städte und Fürsten dieses Landes, erst einzeln, späterin großen Haufen. Im Jahr des Schwabenkriegs brachen die Fran-zosen in die Lombardei ein; Herzog Ludwig „der Mohr" kam alsFlüchtling über die Alpen. Er bat den Kaiser und die Eidgenossen umHilfe. Mit eidgenössischen Söldnern kehrte er in sein Land zurück. Nureine kurze Weile vermochte er es zu behaupten. Im Frühling 1500schloß ihn der Feind mit Übermacht im Städtchen Novara ein. Auchdie Franzosen hatten eine Hilfsschar von einigen tausend Schweizer-söldnern im Heer. So standen drinnen und draußen Eidgenossen. ZumGlück kam es nicht zum Brudcrkampf zwischen diesen Reisläufcrn, dieWider das Verbot der Tagsatzung ins Feld gezogen waren. Der Herzogmußte sich ergeben und starb in einem Kerker Frankreichs. Von denFranzosen, welche nun die Herren der Lombardei waren, erzwängen sichdie Eidgenossen 1503 die Abtretung der Herrschaft Bellenz, zu derauch das Blenivtal gehörte. Bellenz wurde von Uri, Schwyz und