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X. Die Heerfahrten der Schweizer nach Italien.
Geschütze führte es mit sich. Die Schweizer machten sich auch zumKampf bereit. Verschiedene Heerhaufen zogen über die Berge, umdie Pässe zu wahren, welche die Franzosen gewöhnlich zum Über-gang benutzten. Diesmal herrschte aber kein guter Geist unter ihnen.Viele waren der schweren Schirmpflicht müde. Es gelang Franz,die Eidgenossen zu täuschen. Auf ungewöhnlichen Pfaden brachte ersein Heer in die Ebene des Po. Die Schweizer zogen sich zurück
und standen wochenlang in verein-zelten Hansen untätig, wohl stark anZahl, aber mißmutig und verdrossen.Diese Stimmung benützte Franz. Erbot ihnen eine noch größere Summean als früher, war sogar geneigt,sich mit ihnen zu verbinden. DieSchweizer sahen sich von allenVerbündeten treulos verlas-sen. Mangel trat ein, und dieKriegszucht lockerte sich bedenklich.Da gab sich ein Teil der Eidgenos-sen mit dem Angebot des Königszufrieden (Friede von Gallerate). DieKrieger der westlichen Kantone zo-gen nach Hause. Die andern, inMonza vereinigt, empfanden diesenFrieden als eine Schmach und bra-chen nach Mailand auf.
König Iran; I. von Frankreich.
Nach einem Gemälde von Tizian im Louvrezn Paris.
7. Sie Schlacht SeiMarignano 1515.
' Als die Eidgenossen in Mailand einzogen,wußten sie noch nicht, was nun geschehensollte. Eine Schlacht wünschten sie nicht.
Sch inner, der auch in der Stadt zugegen war, glaubte jetzt nochsicher zn sein, daß die Schweizer den König überwinden würden,wenn sie nur ernstlich wollten. Ein ihm ergebener Söldnerführer ließsich vor den Toren mit den Franzosen, die nur 2 Stunden von derStadt entfernt lagerten, in ein kleines Gefecht ein. Die Glockenertönten. Es hieß, das feindliche Heer rücke an. Schinner selberstieg im Pnrpurgewand zu Pferd und zog mit einiger Reiterei voran.Draußen merkten alle den Irrtum. Allein der Kriegseifer der Eid-genossen war nun einmal entbrannt. Sie kehrten nicht zurück, svn-