III. Luther und Karl V.
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stück an die Tür der Schloßkirche von Wittenberg. Er anerbotsich, die Wahrheit dieser Sätze wider jedermann zu beweisen. Daswar Luthers entscheidende Tat. Damit begann die Reformation. Eswar am 31. Oktober 1517. Luther hatte nur getan, was ihm seinredliches Gewissen befahl. Wie auf Windesflügeln verbreiteten sichseine Thesen über ganz Deutschland hin. Der Buchdruck förderte dieReformation ungemein. Vom Papst kam strenger Befehl, Lutherhabe innert 60 Tagen in Rom zu erscheinen. Diesen Gang des Todesersparte ihin sein Kurfürst, indem er erwirkte, daß Luther nur nachAugsburg zu gehen brauchte. Hier empfing der PapstgesandteCajetan den schlichten Mönch. Der bedrohte ihn mit schwerer Strafewenn er nicht Widerriste. Luther for-derte, daß er ihm den Irrtum beweise.
Das konnte und wollte der stolzeRömling nicht. Da zudem Luther vorNachstellungen nicht sicher war, kehrteer rasch nach Sachsen zurück.
3. Auther in Aeipzig.
Hr verbrennt die Bannbulle.Der Kampf beginnt.
Kurfürst Friedrich erschrak über das Auf- Martin Luther,
sehen, welches Luthers Thesen gemacht
hatten. Da versprach ihm Luther, er wolle in Zukunft schweigen, wennseine Gegner auch schwiegen. Allein diese konnten sich der Lügen undAngriffe wider Luther nicht enthalten. Ander Disputation (Wort-streit) zu Leipzig erklärte er gegenüber dem redegewandten Doktor-Eck vonJngolstadt (Bayern), die heilige Schrift stehe über alledem,ivas die Päpste gesagt und die Konzilien je beschlossen haben. Dasseien Worte eines Ketzers, schrie Eck. Dann eilte er nach Rom.Er bewirkte, daß der Papst den „neuen Hussiten" in den Bann tat.In der Bannbulle, d. h. dem Schriftstück, das Eck nach Deutschlandbrachte, hieß es) Luther sei aus der kirchlichen Gemeinschaft ausge-stoßen. Er dürfe weder predigen, noch Messe lesen oder Beichte ab-nehmen, es sei ihin verboten, seine Studenten zu unterrichten odereine Kirche zu betreten. Er sei von jedermann verflucht und gemieden,wer ihn verfolgen und töten wolle, der möge es tun. Als die Bulle