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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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179
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III. Luther und Karl V.

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gehörten Karl. Seine Macht war aufs höchste gestiegen. Jetzt wollteer auch den Glaubensneuerungen in Deutschland Halt ge-bieten. Am Reichstag zu Spei er ließ er Beschlüsse fassen zur Unter-drückung der lutherischen Lehre. Dagegen traten einige Fürsten undBoten der Reichsstädte auf und erhoben Protest. Seit dieser Zeitnennt man die Evangelischen auch Protestanten. Die Lutherischenfaßten ihre Lehre in be-stimmte Sätze und legtendiese 1530 dem Reichstagvon Augsburg als ihr Be-kenntnis vor. (AugsburgerKonfession.) Karl wagte esnicht, Gewalt anzuwenden.

Luthers Lehre war schonzu tief eingewurzelt, undan den Grenzen stand dro-hend die Türkenmacht. Erstgegen das Ende seiner Lauf-bahn zog er das Schwertgegen den Protestantismusund drang mit seinen Spa-niern bis gegen Witten-berg (1547) vor. Doch er-mannten sich die Protestan-ten unter Moritz vonSachsen aufs neue. Sievertrieben die Kaiserlichenund retteten ihren neuen Glauben (der schmalkaldische Krieg). Lutherlebte damals nicht mehr. Er war 1546 gestorben und in Mitten-berg mit fürstlichen Ehren begraben worden. — Karl überließ dannden deutschen Kaiserthron seinem Bruder Ferdinand, der denLutherischen 1555 den Augsburger Religionsfrieden gewährte. ZumKönig von Spanien setzte er seinen Sohn Philipp II. ein. Karlbeschloß seine Tage in der Einsamkeit des spanischen Klosters SänInste 1558.

Ägl. Lescb. 2. Bd. 425 „Das Lutherlied". 3. Bd. S. 328 „Der Pilgrim von Sl. Iusr".

Kaiser Karl V.